Polen provoziert wieder: „Wir würden Rußland schnell besiegen“

Polen provoziert wieder: „Wir würden Rußland schnell besiegen“
Foto: Symbolbild

Moskau/Warschau. Der Ton wird rauher: Moskau hat jetzt die Möglichkeit einer raschen Vernichtung Polens ins Gespräch gebracht – allerdings nicht von sich aus, sondern als Reaktion auf eine ziemlich dreiste polnische Provokation.

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Der polnische Außenminister Radosław Sikorski hatte bei der Konferenz „Yalta European Strategy“ in Kiew jüngst die militärischen Möglichkeiten der NATO gegenüber Rußland hervorgehoben und dabei unterstellt, das westliche Militärbündnis verfüge über eine klare Überlegenheit. „Wenn Rußland uns angreifen würde und wir die Handschuhe ausziehen würden, glaube ich, daß wir Rußland ziemlich schnell besiegen würden“, hatte Sikorski getönt, der auch stellvertretender polnischer Ministerpräsident ist. Allein die europäischen NATO-Staaten verfügten über rund 2500 Militärflugzeuge.

Auch auf die ukrainischen Angriffe gegen die russische Energieinfrastruktur verwies Sikorski: „Wir haben eine überwältigende Luftüberlegenheit gegenüber Rußland. Wenn die Ukrainer innerhalb von sechs Monaten die Hälfte der russischen Raffineriekapazitäten ausgeschaltet haben, könnten wir das in sechs Wochen tun und die zweite Hälfte lahmlegen.“

Die Antwort kam vom früheren Leiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, Nikolai Patruschew, der als enger Putin-Vertrauter gilt. Patruschew nahm kein Blatt vor den Mund: „Wenn Sikorski von einer militärischen Überlegenheit Polens gegenüber Rußland spricht, ist ihm offenbar nicht klar, daß Rußland im Falle eines Kriegseintritts Polens sein gesamtes Arsenal an Kräften und Mitteln einsetzen würde – und der polnische Staat in zwei oder drei Tagen aufhören würde zu existieren.“

Zudem erklärte Patruschew (laut der russischen Nachrichtenagentur TASS): „Der Leiter der polnischen Diplomatie bewertet die militärische Stärke unseres Landes offensichtlich amateurhaft und will nicht verstehen, daß die russischen Streitkräfte im Rahmen der speziellen Militäroperation ihren gesamten Handlungsspielraum keinesfalls ausschöpfen.“

Auch Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, stellte in den sozialen Netzwerken klar: „Wenn Rußland Polen angreifen würde, würden wir sehr schnell gewinnen.“

Zusätzlich Öl ins Feuer goß der renommierte US-Geopolitiker George Friedman, Gründer des think tanks STRATFOR, der in der Vergangenheit immer wieder unterstrich, wie wichtig es für die US-Hegemonie sei, eine engere Kooperation zwischen Deutschland und Rußland zu verhindern. Er erklärte dieser Tage in der polnischen Ausgabe des „Business Insider“, Polen habe an strategischer Bedeutung Deutschland inzwischen längst überrundet – der Schwerpunkt der amerikanischen Strategie liege heute weiter im Osten. Auch Friedmann verstieg sich zu der Behauptung, Rußland sei nur noch eine Regionalmacht.

Polen gilt seit dem NATO-Beitritt des Landes im Jahr 1999 als besonders eifriger und US-höriger Frontstaat gegen Rußland. (mü)

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