Offenbarungseid: Drei Viertel der Österreicher sehen kulturelle Identität bedroht

Offenbarungseid: Drei Viertel der Österreicher sehen kulturelle Identität bedroht
Foto: Symbolbild

Wien. Auch im benachbarten Österreich nehmen die Sorgen über Migration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu. Besonders die kulturelle Identität, der politische Islam und das Verhältnis zwischen Einheimischen und Zugewanderten beschäftigen die Bevölkerung. Die Ergebnisse einer Studie des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) lassen Verschiebungen erkennen, die sich über mehrere Jahre entwickelt haben.

 Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

Am stärksten gestiegen ist die Sorge um die kulturelle Identität. 75 Prozent der Befragten äußern inzwischen entsprechende Bedenken. 2018 waren es erst 57 Prozent. Auch das Zusammenleben wird zunehmend als Spannungsfeld wahrgenommen: 56 Prozent sehen die größten gesellschaftlichen Konflikte zwischen Einheimischen und Zugewanderten. 55 Prozent berichten zudem selbst von negativen Erfahrungen mit Migranten im öffentlichen Raum.

Als weitere zentrale Sorge wird der politische Islam genannt. 52 Prozent der Befragten zählen ihn zu den größten Gefahren für das gesellschaftliche Zusammenleben. Damit liegt das Thema nahezu gleichauf mit Kriegen und Terrorismus und nur knapp hinter Fake News.

Die Entwicklung wird von vielen im Zusammenhang mit verschiedenen Integrationsproblemen gesehen. Genannt werden unter anderem die Entstehung von Parallelgesellschaften, fortbestehende Sprachbarrieren sowie unterschiedliche Vorstellungen über gesellschaftliche Regeln und Werte.

Die gestiegene Bedeutung der kulturellen Identität, die Wahrnehmung von Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen und die Sorge über den politischen Islam stehen damit in der Wahrnehmung der Bevölkerung ganz weit vorn. Besonders bei der kulturellen Identität zeigt der Vergleich mit 2018 einen deutlichen Anstieg: innerhalb von sechs Jahren erhöhte sich der Anteil derjenigen, die sich darüber Sorgen machen, um 18 Prozent. Das ist einerseits erfreulich, weil ersichtlich die Sensibilität der Gesellschaft wächst. Zum anderen ist es eine Bankrotterklärung der Politik, wenn drei Viertel der Bevölkerung die eigene kulturelle Identität inzwischen bedroht sehen. (rk)

Bild von andreas N auf Pixabay

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Kommentare 0

Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

Kommentar schreiben

Keine Anmeldung nötig. Ihr Kommentar wird nach Prüfung durch die Redaktion freigeschaltet. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Newsletter

Bleiben Sie ZUERST! informiert

Neue Ausgaben, Hintergründe und Angebote – direkt in Ihr Postfach. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.