Hinduistische Besucher in Paris: Frauen müssen verschwinden

Hinduistische Besucher in Paris: Frauen müssen verschwinden
Foto: Symbolbild

Paris. Der Eiffelturm in Paris ist die weltweit bekannteste Attraktion der französischen Hauptstadt, weshalb er jedes Jahr von zahllosen Touristen heimgesucht wird. Doch am 7. September blieb er den ganzen Tag geschlossen. Der Grund ist ungewöhnlich, zeigt aber wie unter einem Vergrößerungsglas, wie es um Europa inzwischen steht.

 Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

An dem fraglichen Tag hatte sich eine rund 100 Personen starke Delegation der hinduistischen Organisation BAPS (Bochasanwasi Akshar Purushottam Swaminarayan Sanstha) zur Besichtigung des Eiffelturms angemeldet. Die Gruppe hatte von der Betreibergesellschaft SETE verlangt, „Interaktionen mit Frauen“ möglichst zu vermeiden. Die Leitung stimmte zu und wies weibliche Beschäftigte an, sich während der Besichtigung zurückzuziehen. In der dritten Etage wurde die Delegation ausschließlich von Männern betreut.

Die Belegschaft protestierte gegen die Vorgabe. In einer Erklärung empörte sie sich, Frauen seien dadurch „aufgrund ihres Geschlechts ausgegrenzt, ersetzt und unsichtbar gemacht“ worden. Die Beschäftigten traten in einen Streik, der Eiffelturm blieb daraufhin den gesamten Tag geschlossen. SETE räumte später ein, die vereinbarten Bedingungen hätten „nicht akzeptiert werden dürfen“.

Der Vorgang löste auch politische Reaktionen aus. Emmanuel Grégoire, sozialistischer Bürgermeister von Paris, bezeichnete die Zustimmung der Betreibergesellschaft als „inakzeptabel“. „Dies entspricht weder meinen Werten noch denen, die der Eiffelturm verkörpern sollte, wo jede und jeder sich frei bewegen und handeln können soll, ohne Unterschied zwischen Frauen und Männern“, schrieb er auf X und kündigte eine Untersuchung an.

Auch Valérie Pécresse, konservative Präsidentin der Hauptstadtregion, kritisierte den Vorgang. Sie zeigte sich schockiert darüber, daß eine hinduistische Delegation den Ausschluß weiblicher Mitarbeiter von ihrer Besichtigung verlangt hatte. (rk)

Bild von Edi Nugraha auf Pixabay

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Kommentare 0

Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

Kommentar schreiben

Keine Anmeldung nötig. Ihr Kommentar wird nach Prüfung durch die Redaktion freigeschaltet. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Newsletter

Bleiben Sie ZUERST! informiert

Neue Ausgaben, Hintergründe und Angebote – direkt in Ihr Postfach. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.