Nach linker Hetze: Münchner Nobelhotel wirft Wirtschaftsliberale raus
München. Linke Hetze gegen Andersdenkende hat einen neuen Höhepunkt erreicht: jetzt richtet sich der Haß nicht mehr nur gegen „Nazis“, die AfD oder (allzu) konservative Kreise in der Union, sondern auch gegen erklärte Liberale. Eine Kampagne der linken Münchner „Abendzeitung“ genügte, um das beste Hotel in der Isarmetropole weichzuklopfen: der „Bayerische Hof“ setzte jüngst das wirtschaftsliberale Ludwig von Mises-Institut vor die Tür. Dieses hatte seit mehr als einem Jahrzehnt regelmäßig an der noblen Adresse getagt. Die AZ hatte einen „dunklen rechtsextremen Kosmos“ geargwöhnt und den Vorwurf verbreitet, dort träfen sich „Demokratiefeinde“.
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Seit vielen Jahren veranstaltet das Mises-Institut in dem Hotel Tagungen mit Ökonomen, Unternehmern, Wissenschaftlern und Publizisten. Die für den 17. Oktober vereinbarte Konferenz unter dem Titel „Kulturkampf um den Westen“ soll zwar noch stattfinden. Anschließend will der „Bayerische Hof“ die Zusammenarbeit aber beenden. Das Hotel verwies auf seine Grundsätze der „Weltoffenheit, Toleranz, Vielfalt sowie die Grundwerte einer freiheitlichen und demokratischen Gesellschaft“ und erklärte, öffentliche Äußerungen von Vertretern des Mises-Instituts stünden einer Fortsetzung der Zusammenarbeit entgegen.
Gegenstand der AZ-Kritik sind radikalliberale und anarchokapitalistische Positionen, Kontakte einzelner Beteiligter zur AfD sowie die Staats- und Demokratiekritik von Denkern wie Murray Rothbard und Hans-Hermann Hoppe. Auf dem Programm der kommenden Konferenz stehen Vorträge von Philipp Bagus, Andreas Tiedtke und Institutspräsident Thorsten Polleit.
Im Nachgang zur „Abendzeitung“ verlangte der frühere bayerische SPD-Landesvorsitzende Florian von Brunn sogar eine Befassung des Verfassungsschutzes mit dem Institut. Und der neue (grün-schwule) Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause nannte das beanstandete Gedankengut „besorgniserregend“. FDP-Landeschef Matthias Fischbach ging ebenfalls auf Distanz.
Namensgeber Ludwig von Mises wurde 1881 in Lemberg geboren und zählt zu den Vertretern der sogenannten Österreichischen Schule der Nationalökonomie. Der liberale Ökonom und Jude floh vor dem Dritten Reich und emigrierte später in die USA. Die „Abendzeitung“ unterstellt, sein Name werde heute als „Schutzschild“ mißbraucht.
Prominente Kritiker der Hetze gegen das Institut meldeten sich inzwischen ebenfalls zu Wort. Die frühere AfD-Bundestagsabgeordnete Joana Cotar schrieb: „Man sitzt einfach da und glaubt es nicht.“ Der Bestsellerautor und Erfolgsunternehmer Rainer Zitelmann kündigte über den „Bayerischen Hof“ an: „Künftig werde ich den meiden, wenn es irgendwie geht.“ Und der Literatur- und Medienwissenschsaftler Alexander Kissler kommentierte das Verhalten des Hotels mit den Worten: „Was ein mieser Laden dieses Münchner Luxushotel doch sein muß.“ (rk)
Bild: Pixabay/Gemeinfrei
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