Nach CSD-Anschlag: Elon Musk widerspricht Angriff auf weiße Männer
Berlin/Boca Chica. Nach dem Islamistenanschlag auf den Berliner Christopher Street Day sorgt ein in den sozialen Netzwerken verbreitetes Video für heftige Reaktionen. Darin erklärt eine junge, relativ dunkel pigmentierte Frau mit aufgekratzter Stimme, die eigentlichen Gewalttäter seien weiße christliche Männer. Es handelt sich um die eher unbekannte Berliner Rapperin „Nyya“.
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Sie stellt gleich zu Beginn ihres Beitrags klar, daß sie es ablehne, aus dem Anschlag am Samstag Rückschlüsse auf die muslimische Bevölkerung zu ziehen. Kurz darauf richtet sie ihre Kritik jedoch gegen eine andere Gruppe: „Was ich aber sagen kann, ist, daß die Leute, die darüber gejubelt haben, allesamt weiße Männer waren – junge weiße Männer mit Kreuzen in ihren Profilen“, unterstellt sie. Diese begegneten Homosexuellen feindlich und schickten ihr insbesondere unter Beiträgen über „Transmenschen“ Haßbotschaften.
Im weiteren Verlauf wird „Nyya“ noch deutlicher. „Ihr werdet euch nicht hinter einer anderen Gruppe als Sündenbock verstecken und so tun können, als wären in Wahrheit die anderen die Gewalttätigen – obwohl ihr es seid“, klagt sie an. Schließlich setzt sie die angesprochenen Männer mit dem Attentäter gleich: „Ihr habt exakt dieselben Überzeugungen wie der Mann, der diesen Anschlag verübt hat, und jetzt versucht ihr, euch von ihm zu distanzieren.“
Geharnischte Kritik auf diese Anwürfe kam unter anderem vom kanadischen Evolutions- und Verhaltensforscher Gad Saad. Er schrieb auf X: „Suicidal Empathy is a fatal disease of the human spirit“ – „Selbstmörderische Empathie ist eine tödliche menschliche Geisteskrankheit.“ Nach seiner Auffassung führt eine übersteigerte Empathie dazu, Gefahren aus Rücksicht auf bestimmte Gruppen nicht mehr offen zu benennen und dadurch die eigenen Interessen zu beschädigen.
Auch Elon Musk griff das Thema auf. Als Antwort auf Saads Beitrag schrieb er: „Sie wurde darauf programmiert, ausschließlich heterosexuellen weißen Männern die Schuld für alles zu geben. Also folgt sie ihrer Programmierung wie ein Roboter.“
Innerhalb weniger Stunden entwickelte sich aus dem kurzen Video eine internationale Diskussion. Und spätestens, wenn Elon Musk sich einschaltet, ist Reichweite im Spiel – der Tech-Milliardär hat auf X derzeit rund 241 Millionen Follower. (rk)
Bild von hosny salah auf Pixabay
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