Mehrheit der Franzosen glaubt: Bevölkerungsaustausch ist Realität
Paris. Bereits vor den jüngsten Ausschreitungen stand eine deutliche Mehrheit der Franzosen der ungezügelten Zuwanderungspolitik der Macron-Regierung ablehnend gegenüber. Eine im Februar vom Meinungsforschungsinstitut Ifop durchgeführte Umfrage ergab, daß 60 Prozent der Franzosen einen „Austausch der französischen Bevölkerung durch außereuropäische Bevölkerungsgruppen, die hauptsächlich vom afrikanischen Kontinent stammen“, für eine reale Entwicklung halten. Nur 26 Prozent widersprachen dem.
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Unter den Befragten, die eine solche Entwicklung wahrnahmen, bewerteten 66 Prozent sie negativ. 21 Prozent standen ihr neutral gegenüber, nur neun Prozent sahen sie positiv.
Auch konkrete Forderungen nach einer Verschärfung der Migrationspolitik finden breite Unterstützung. Laut einer CSA-Umfrage vom Juni befürworten 83 Prozent die Abschiebung bestimmter Gruppen ausländischer Staatsangehöriger, darunter Straftäter und Langzeitarbeitslose. Im April sprachen sich demnach 71 Prozent für die Wiedereinführung von Grenzkontrollen aus.
Weitere Vorschläge, darunter Kürzungen von Sozialleistungen für Ausländer, längere Abschiebehaft und ein zeitweiliger Stopp legaler Einwanderung, stoßen ebenfalls auf breite Zustimmung. Ein allgemeines Kopftuchverbot an öffentlichen Orten unterstützten laut einer weiteren Erhebung 60 Prozent der Befragten.
Die Ergebnisse stärken die Positionen des Rassemblement National (RN) unter Marine Le Pen und von Éric Zemmours Partei „Reconquête“. Beide fordern eine deutlich restriktivere Einwanderungspolitik und stellen die Negativfolgen der Migration in den Mittelpunkt ihrer politischen Programme.
Die jüngsten Ausschreitungen dürften diese Haltung weiter verstärkt haben. Belastbare Umfragen zu den Folgen der Krawalle liegen aber noch nicht vor. (mü)
Bild: pixabay/gemeinfrei
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