London auf Kriegskurs: Müssen in 1.000 Tagen kriegsbereit sein
London. Großbritannien gehört im laufenden Ukraine-Konflikt zu den besonders aggressiven Kriegstreibern gegen Rußland. Unvergessen ist, daß es der frühere britische Premierminister Boris Johnson war, der im Frühjahr 2022 ein bereits unterschriftsreifes Abkommen zwischen Kiew und Moskau sabotierte, indem er eigens nach Kiew reiste und dort erklärte, die Ukraine werde weiterkämpfen.
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Auch der derzeitige britische Verteidigungsminister Wes Streeting setzt auf Eskalation. Er warnt, bis 2030 könnten Rußlands militärische Stärke und Kriegswirtschaft die Voraussetzungen für einen Angriff schaffen. „Das gibt uns knapp über 1.000 Tage, um unsere Mission zu erfüllen: um mit unseren Verbündeten zu kämpfen und zu gewinnen“, erklärte Streeting laut dem Radiosender LBC am 25. Oktober. Die Vorbereitung darauf habe „höchste Priorität“.
Streeting begründet seine Warnung mit den gewachsenen Fähigkeiten Rußlands: „Der Wille unserer Gegner, uns zu schaden, ist nicht neu. Was sich geändert hat, sind ihre Fähigkeiten.“ Die britische Regierung werde sicherstellen, daß die militärische Mission erfüllt werde.
London will die Verteidigungsausgaben deshalb deutlich erhöhen. Bis 2030 sollen sie drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen, bis 2035 sogar 3,5 Prozent. „Die Öffentlichkeit will, daß wir mehr tun und mehr investieren“, unterstellte Streeting. Er räumte allerdings ein, daß höhere Militärausgaben Kürzungen in anderen Bereichen erforderlich machen.
Streeting reiht sich mit seiner Warnung in eine Serie westlicher Stimmen ein, die einen militärischen Zusammenstoß mit Rußland gegen Ende des Jahrzehnts geradezu herbeireden. Der frühere britische Armeechef Patrick Sanders hatte bereits im vergangenen Jahr erklärt, Großbritannien blieben weniger als fünf Jahre zur Vorbereitung auf einen solchen Konflikt. (mü)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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