Linksbarde Wolfgang Niedecken: Radio spielt zu wenig Lieder „gegen Rechts“

Linksbarde Wolfgang Niedecken: Radio spielt zu wenig Lieder „gegen Rechts“
Foto: Symbolbild

Rust. Der „Kultsänger“ Wolfgang Niedecken gilt als einer der promintesten Trommler und Hetzer gegen „Rechts“ in der bundesdeutschen Kulturszene. 1992, auf dem Höhepunkt der Lichterketten-Hysterie gegen „Rechts“, war er einer der Initiatoren eines Konzerts unter dem Motto „Arsch huh, Zäng ussenander gegen Rassismus und Fremdenhas“. Er erhielt dafür 1998 das Bundesverdienstkreuz.

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Mittlerweile ist Niedecken 74 Jahre alt, aber immer noch nicht klüger. Am Rande der Verleihung der „Radio Regenbogen Awards“ beschwerte er sich jetzt im badischen Rust darüber, daß im Radio angeblich zu wenig Lieder gegen „Rechtsextremismus“ gespielt würden. Niedecken vermißt mehr „klare Haltung“ im Rundfunk. Wörtlich sagte er: „Die Künstler warten ja eigentlich nur darauf, daß man tatsächlich diese Songs auch spielt im Radio, die dagegen sind.“ Aber: „Die Medien müssen dabei mitspielen.“

Er selbst arbeite immer noch „gegen Rechts“: „Wo ich kann, mache ich etwas, ohne mich zu inflationieren – das ist das Kunststück natürlich.“ Auch Niedecken selbst wurde in Rust für sein Lebenswerk ausgezeichnet. (rk)

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