Intellektuelle Überfliegerinnen: Linke Fraktionschefinnen halten sich für besonders klug

Intellektuelle Überfliegerinnen: Linke Fraktionschefinnen halten sich für besonders klug
Foto: Symbolbild

Magdeburg. Ein furioses Zeugnis feministischer Selbstüberschätzung lieferten dieser Tage die drei Oppositionsführerinnen von Linken, SPD und Grünen im neuen Landtag von Sachsen-Anhalt. In einem Gespräch mit der „Zeit“ unterstrichen die Fraktionschefinnen Eva von Angern (Linke), Katja Pähle (SPD) und Susan Sziborra-Seidlitz (Grüne) zunächst, die AfD, die künftig die Regierung stellen könnte, sei kein gewöhnlicher Gegner. Betroffen mache sie, daß dank der AfD der Frauenanteil mit knapp 22 Prozent so niedrig liege wie in keinem anderen deutschen Landesparlament.

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Man spricht sich aber Mut zu: „Vor den AfD-Abgeordneten habe ich keine Angst. Diesen Männern sind wir intellektuell überlegen, die können uns nicht das Wasser reichen“, halluziniert die Linken-Politikerin von Angern. Außerhalb des Parlaments sehe es aber anders aus. Die AfD schaffe in Sachsen-Anhalt „ein Klima der Feindseligkeit“. Und: „Frauen sollen unsichtbar gemacht werden“, unterstellt sie.

Auch die Grünen-Fraktionsvorsitzende Sziborra-Seidlitz begründet die künftige gemeinsame Linie der drei Linksparteien mit der erwarteten AfD-Regierungsbeteiligung. „Die AfD ist eben keine normale demokratische Partei“, befindet sie. Als Opposition wolle man „die gröbsten Fehler verhindern und dadurch Einfluß gewinnen“.

SPD-Fraktionschefin Pähle hingegen ergeht sich in feministischen Reflexen. Sie  beschreibt das Auftreten der AfD-Abgeordneten als Mischung aus „rotzigem, pubertärem Gehabe und Ruhe“. Besonders die „demonstrative Gelassenheit“ der AfD-Männer bringt Pähle offenbar auf die Palme. (rk)

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