Frankreich hat mit Migrantenunruhen genug zu tun: Einreisesperre für Sellner

Frankreich hat mit Migrantenunruhen genug zu tun: Einreisesperre für Sellner
Foto: Symbolbild

Paris. Martin Sellner, führender Kopf der österreichischen Identitären und Vorkämpfer des „Remigrations“-Konzepts, hat es dieser Tage nicht leicht: in Frankreich ist er unerwünscht. Dort wurde er dieser Tage festgenommen und unmittelbar darauf abgeschoben. 

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In Paris wollte Sellner eigentlich am Freitag sein Buch „Remigration. Ein Vorschlag“ vorstellen und eine Signierstunde geben. Linke Gruppen hatten im Vorfeld dagegen mobilisiert und Proteste gegen den Auftritt angekündigt.

Die französischen Behörden, die dieser Tage mit renitenten Migrantenbanden alle Hände voll zu tun haben, untersagten parallel zu Sellners Ausweisung auch gleich einen für Samstag geplanten Kongreß in einem Pariser Vorort, der ebenfalls dem Thema „Remigration“ gewidmet sein sollte. Auch eine für Sonntag angekündigte Demonstration in der Hauptstadt wurde verboten. Der Präfekt begründete das Kongreßverbot mit einer „fremdenfeindlichen und rassistischen Ideologie“, nach der „Migranten grundsätzlich eine Bedrohung für die Zukunft der europäischen Länder darstellen“. Diese Vorstellung ist vor dem Hintergrund der jüngsten Unruhen mit ihren Bildern plündernder Migrationshintergründler natürlich völlig abwegig.

Mit seinem „Remigrations“-Konzept dringt Sellner nichtsdestotrotz immer weiter in die Mitte der Gesellschaft vor, in Deutschland ebenso wie in anderen europäischen Ländern. So bezeichnete der österreichische FPÖ-Chef Herbert Kickl die Identitären im Juni 2021 als „interessantes und unterstützenswertes Projekt“ und erklärte: „Die Identitären sind für mich so etwas wie eine NGO von rechts.“ In Deutschland hat sich mittlerweile die AfD die Forderung nach Remigration zueigen gemacht. (mü)

Foto: Ptolusque / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

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