Europaweit weniger Asylanträge: Aber Deutschland liegt immer noch an der Spitze

Europaweit weniger Asylanträge: Aber Deutschland liegt immer noch an der Spitze
Foto: Symbolbild

Brüssel/Berlin. Weniger Flüchtlinge suchen Schutz in Europa – nur Deutschland bleibt die große Ausnahme. Die EU-Asylagentur (EUAA) mit Sitz auf Malta hat in ihrem Jahresbericht einen deutlichen Rückgang der Asylanträge in den 27 EU-Staaten sowie in der Schweiz und Norwegen festgestellt. Insgesamt zählten die Behörden 822.000 Neuanträge, was einem Minus von knapp 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Besonders Syrer und Türken stellten seltener einen Antrag.

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Doch die erfreuliche Gesamtentwicklung wird durch die Zahlen aus Deutschland getrübt: mit rund 163.000 Erstanträgen verzeichnete die Bundesrepublik so viele Asylgesuche wie kein anderes Land in der Statistik. Damit liegt Deutschland noch vor Frankreich mit 152.000, Spanien mit 143.000, Italien mit 134.000 und Griechenland mit 62.000 Fällen.

Während die Zahlen aus Nahost sinken, kommen immer mehr Migranten aus Afghanistan und Venezuela nach Europa. Knapp 117.000 Afghanen stellten einen Asylantrag, bei den Venezolanern waren es rund 91.000. Als Grund für den Anstieg aus Südamerika gelten die verschärfte Einwanderungspolitik der USA unter Präsident Trump sowie restriktivere Visa-Regeln mehrerer lateinamerikanischer Staaten. (mü)

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