Dezenter Verbündeter: Wie China Iran gegen die USA unterstützt

Dezenter Verbündeter: Wie China Iran gegen die USA unterstützt
Foto: Symbolbild

Peking/Teheran. Im Krieg gegen die USA und ihre Verbündeten stützt sich der Iran nicht allein auf Rußland. Vor allem China spielt eine wichtige Rolle bei der militärischen Unterstützung Teherans. Im Weißen Haus wächst deshalb die Sorge. US-Präsident Donald Trump erklärte auf seiner Plattform „Truth Social“: „Präsident Xi hat mir versprochen, keine Waffen an das Regime in Teheran zu liefern. Wenn er das aber tut, oder Putin, wird das sehr schlimm für beide ausgehen.“

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Fraglich, ob sich Peking und Moskau von solchen Drohungen beeindrucken lassen. Denn im Augenblick machen die USA im Schlagabtausch mit Iran keine besonders gute Figur.

Offiziell gibt sich Peking neutral und fordert eine rasche Beilegung des Konflikts. Inzwischen bekanntgewordene Informationen deuten jedoch darauf hin, daß China die militärischen Fähigkeiten der iranischen Revolutionsgarden systematisch ausgebaut hat. Besonders die Treffgenauigkeit von Raketen und Drohnen hat sich im Verlauf des Krieges deutlich verbessert.

Die Folgen sind auf dem Gefechtsfeld erkennbar. Erst dieser Tage griffen die Iraner nahezu zeitgleich amerikanische Stützpunkte und Einrichtungen in Bahrain, Kuwait, Katar, Oman und Jordanien an. Drei US-Soldaten kamen dabei ums Leben. Der britische Luftabwehrexperte Tom Sharpe sprach von der „massivste[n] Angriffswelle seit Kriegsbeginn“. Nach seiner Einschätzung nutzte Teheran das verschlüsselte chinesische Satellitennavigationssystem Beidou-3. Dadurch sei es möglich gewesen, amerikanische Abwehrmaßnahmen gegen Raketen und Drohnen wirksamer zu umgehen.

Auch Can Kasapoglu vom Hudson Institute sieht Hinweise auf ausländische Unterstützung. Nach seinen Angaben verbesserten sich die iranischen Angriffe seit Mitte März kontinuierlich. Zunehmend seien Radaranlagen und militärische Infrastruktur getroffen worden. „Dies läßt darauf schließen, daß die Islamische Republik von externer Hilfe profitiert hat.“

Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf Navigationsdaten. Bereits zu Kriegsbeginn bot die chinesische Firma Xiamen Victory Technology der iranischen Armeeführung Motoren für Shahed-Drohnen an. Wenig später wurde bekannt, daß China Chemikalien geliefert hat, die für die Herstellung von Raketentreibstoff benötigt werden und den Bau zahlreicher ballistischer Raketen ermöglichen.

Die militärische Kooperation zwischen beiden Ländern reicht allerdings allerdings schon länger zurück. China unterstützt den Iran seit Jahren mit Technologie und Komponenten, die sowohl zivil als auch militärisch genutzt werden können. Hinzu kommen moderne Überwachungssysteme sowie ein 2021 geschlossenes strategisches Partnerschaftsabkommen mit einem Investitionsvolumen von 400 Milliarden Dollar über 25 Jahre. Nach Angaben von Christopher Walker vom Center for European Policy Analysis kaufte China außerdem trotz bestehender Sanktionen große Mengen iranischen Rohöls und errichtete dafür ein weitreichendes Netzwerk von Schattenhändler. (he)

Bildquelle: Mil.ru/CC-BY 4.0

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