Der Preis der „Weltoffenheit“: Immer mehr Straftaten in Bayerns Freibädern

Der Preis der „Weltoffenheit“: Immer mehr Straftaten in Bayerns Freibädern
Foto: Symbolbild

München. Sie drucksen immer noch herum und haben Angst, das Kind beim Namen zu nennen: Betreiber und Bademeister bayerischer Freibäder berichten zwar einhellig von zunehmender Aggressivität und Rücksichtslosigkeit unter den Gästen. Um welche Sorte von Gästen es sich dabei handelt, sagen sie aber nicht. Dabei machen Polizeiberichte und Lokalberichterstattung in den meisten Fällen inzwischen kein Hehl mehr aus den Fakten.

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Auch Jasmin Mineif, Leiterin des Landshuter Stadtbads, wundert sich seit einigen Jahren über eine „steigende Aggressivität“. „Gäste“ verhielten sich „egoistischer und rücksichtsloser“. Vor einigen Wochen bedrohte und bespuckte ein junger Mann einen Bademeister. Seitdem muß ein Sicherheitsdienst für zusätzliche Präsenz sorgen.

Oberbürgermeister Thomas Haslinger ist präziser und berichtet von Gruppen junger Männer, häufig mit Migrationshintergrund, die sich aggressiv verhielten. Mineif beschreibt die Störer verunklarend als meist „unausgelastete, junge Männer“. Im Juli mußte die Polizei im Freibad Cham wegen zehn junger „Männer“ einschreiten. Die Gruppe hatte zunächst durch Schreien für Unruhe gesorgt und anschließend einen Bademeister angepöbelt. Auch hier wurde als Hauptaggressor von der Polizei ein 21jähriger Syrer genannt.

Die Statistik des Bayerischen Landeskriminalamts bestätigt die Zunahme der Vorfälle. Die Zahl der registrierten Straftaten in Freibädern, Schwimmbädern und an Badestellen stieg 2025 von 1.396 auf 1.484 Fälle - rund sechs Prozent mehr als im Jahr zuvor. Beleidigungen nahmen um mehr als 40 Prozent zu, Körperverletzungen um 53 Prozent.

Auch aus München und Umgebung werden Fälle rücksichtslosen Verhaltens geschildert. Besucher des Familienbads Dachau berichten von Fußballspielen, Rennen und mangelnder Rücksicht im Freibad – unvermeidliche Begleiterscheinung des allenthalben veränderten „Stadtbildes“. (rk)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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