Das falsche Signal: Britischer Bürgerpreis für vollverschleierte Aktivistin

Das falsche Signal: Britischer Bürgerpreis für vollverschleierte Aktivistin
Foto: Symbolbild

London/Bolton. Auch in Großbritannien hängt der „Werte“-Kanon schief. Im Westminster Palace hat kürzlich die muslimische Gemeindeaktivistin Khadija Patel den British Citizen Award überreicht bekommen. Patel ist Gründerin des Mädchenvereins „KRIMMZ Girls Youth Club“. Verstörend: den Preis nahm sie in einem Niqab entgegen, dem Schleier für muslimische Frauen, der das Gesicht zur Gänze verhüllt.

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Die Auszeichnung hebt Patels Engagement zur „Stärkung junger Frauen durch Sport und körperliche Aktivität“ hervor. Ihr Verein habe sich zu einem „Leuchtturm der Hoffnung und Möglichkeiten“ entwickelt. Ziel sei es, Mädchen unterschiedlicher Herkunft einen geschützten Raum zu bieten, Selbstvertrauen zu fördern und Führungsqualitäten zu entwickeln.

Offiziell wirbt der Verein mit Programmen für Teamgeist, Widerstandskraft und einen gesunden Lebensstil. Aber auch auf der Internetseite des Jugendclubs sind auffallend viele Bilder junger Mädchen mit islamischer Vollverschleierung zu sehen. Auch der Fußballverband der Grafschaft Lancashire lobte Patel als eine seiner „großartigen Freiwilligen“, die sich für die „Stärkung junger Frauen“ einsetze. Im Anschluß an die Preisverleihung fuhren die Ausgezeichneten gemeinsam mit einem Bus durch Westminster.

Der British Citizen Award wird seit elf Jahren verliehen und würdigt ehrenamtliches Engagement in ganz Großbritannien. Die als „Auszeichnung des Volkes“ bezeichnete Ehrung wird von einer Jury an Persönlichkeiten vergeben, denen außergewöhnlicher Einsatz für das Gemeinwesen bescheinigt wird. Die Preisträger erhalten eine Medaille, eine Urkunde, dürfen die Abkürzung „BCA“ hinter ihrem Namen führen und werden in die nationale Ehrentafel aufgenommen. (mü)

Bildquelle: Flickr/Metropolico.org/CC-BY-SA-2.0

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Kommentare 1

Bernd Sydow

Was ist bloß los in Großbritannien? Vor nicht allzu langer Zeit nahm die Polizei einen weißen Studenten fest, der Opfer einer migrantischen Gewalttat (Messerstecherei) geworden und schwerverletzt war. Aber anstatt den schwerverletzten Studenten sofort in ein Krankenhaus bringen zu lassen, legten die Polizisten ihm wegen angeblichem Rassismus Handschellen an. Ein solches Verhalten der Polizei wäre bei uns in Deutschland absolut undenkbar! Im Londoner Westminster Palace bekam kürzlich die muslimische Aktivistin Khadija Patel, Gründerin des Mädchenvereins "KRIMMZ Girls Youth Club, den British Citizen Award überreicht, den sie im Niqab, das Gesicht zur Gänze verhüllenden Schleier, entgegennahm. In westlichen Zivilisationen gilt der Niqab als Symbol für die totalitäre Unterdrückung der Frau - ein Blick in das von den Taliban diktatorisch regierte Afghanistan verdeutlicht, was gemeint ist. Die Auszeichnung hebt Patels Engagement für die "Stärkung des Selbstbewußtseins junger Frauen" hervor (sinngemäß) - so wird zumindest von der Vergeberjury behauptet. Also, da lachen wirklich die Hühner; daß eine derartige moralische Verirrung im heutigen Großbritannien überhaupt möglich ist, ist mir ein absolutes Rätsel! Nach meiner Überzeugung wird das Selbstbewußtsein einer jungen Frau auch dadurch gefördert, daß sie sich attraktiv kleidet (auch ein Minirock kann dazu gehören) und "Männerblicken" nicht verschämt ausweicht !

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