BlackRock, Merz und die Ukraine: Ein schwarzes Loch für deutsches Geld

BlackRock, Merz und die Ukraine: Ein schwarzes Loch für deutsches Geld
Foto: Symbolbild

Berlin/New York. Noch dauert der Krieg in der Ukraine an, doch das Milliardengeschäft mit dem Wiederaufbau nimmt bereits Gestalt an. Die Weltbank beziffert den Bedarf für die kommenden zehn Jahre auf knapp 588 Milliarden Dollar. Der amerikanische Investment-Gigant BlackRock soll gemeinsam mit der Weltbank einen Finanzierungsrahmen entwickeln. Für Deutschland wird damit die Frage interessant, welche zusätzlichen Lasten auf die Steuerzahler zukommen.

 Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen << 

Schon heute weist die Bundesregierung unglaubliche rund 100 Milliarden Euro an Ukraine-Hilfen und Verpflichtungen aus. Eine Analyse des Kieler Instituts für Weltwirtschaft zeigt allerdings, daß diese Summe sehr unterschiedliche und eigentlich kaum vergleichbare Posten zusammenfaßt: tatsächlich geleistete bilaterale Unterstützung, Ausgaben für ukrainische Flüchtlinge in Deutschland, Garantien und künftige militärische Zusagen. Nur 41,7 Milliarden Euro lassen sich als unmittelbar geleistete bilaterale Hilfe einordnen. Weitere 35,9 Milliarden entfallen auf Ausgaben und Garantien im Inland. Rund 22 Milliarden sind militärische Zusagen für kommende Jahre.

Zusätzlich stehen gesamteeuropäische Finanzrisiken im Raum. Für 2026 und 2027 ist ein EU-Kreditrahmen von 90 Milliarden Euro vorgesehen, der vor allem Verteidigung und Haushaltsfinanzierung in der Ukraine unterstützen soll. Die Rückzahlung soll über mögliche russische Reparationen abgesichert werden – deren Realisierung aber in den Sternen steht. Kein seriöser Beobachter geht davon aus, daß Moskau jemals Reparationen an die Ukraine leisten wird, die nach russischer Lesart am Ausbruch des Krieges 2022 schuld war und einen Stellvertreterkrieg für den gesamten Westen gegen Rußland führt.

Wie öffentliche Mittel private Investoren schützen können, zeigt ein Wiederaufbaufonds der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Deutschland beteiligt sich mit 15 Millionen Euro an einer öffentlichen Erstverlusttranche. Sie soll Verluste auffangen, bevor private Anleger betroffen sind. Die KfW beschreibt das ausdrücklich als Instrument zur „Risikominderung für private Investoren“. Der Fonds soll bis Ende 2027 eine Milliarde Euro umfassen und Investitionen von sechs bis sieben Milliarden ermöglichen.

BlackRock hatte bereits 2023 im Auftrag des ukrainischen Wirtschaftsministeriums an einem Wiederaufbaufonds gearbeitet. Die damalige Investorensuche wurde 2025 eingestellt. Welche Rolle der Konzern bei neuen Plänen übernehmen wird, ist noch offen.

Daß ausgerechnet der weltgrößte Vermögensverwalter beim Wiederaufbaugeschäft in der Ukraine in der ersten Reihe mitspielt, hat einen außerordentlich unguten Beigeschmack – überwollende Kritiker könnten auf den Gedanken kommen, daß der US-Großinvestor ein Interesse am Krieg haben könnte, um danach beim Wiederaubau umso größere Profite zu machen. Und ein besonders großes Fragezeichen verbindet sich mit der Person des deutschen Bundeskanzlers. Friedrich Merz war bekanntlich 2016 bis 2020 Vorsitzender des Aufsichtsrats von BlackRock Asset Management Deutschland und damit in leitender Funktion für die deutsche Tochter des weltweit größten Vermögensverwalters tätig. Vielen drängt sich angesichts dieses Vorlebens der Verdacht auf, einflußreiche Kräfte hätten zielstrebig darauf hingewirkt, Merz in sein heutiges Amt zu hieven, wo er für das Ukraine-Engagement von BlackRock von besonderem Nutzen sein könnte. (rk)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Kommentare 0

Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

Kommentar schreiben

Keine Anmeldung nötig. Ihr Kommentar wird nach Prüfung durch die Redaktion freigeschaltet. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Newsletter

Bleiben Sie ZUERST! informiert

Neue Ausgaben, Hintergründe und Angebote – direkt in Ihr Postfach. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.