Überraschender Trump-Vorstoß: Wird Orbán UN-Generalsekretär?

Überraschender Trump-Vorstoß: Wird Orbán UN-Generalsekretär?
Foto: Symbolbild

New York/Washington/Budapest. Wird Ungarns langjähriger rechtskonservativer Ministerpräsident Viktor Orbán neuer UN-Generalsekretär? Es wäre politisch ein Paukenschlag: Orbán hat sich nicht zuletzt dadurch unvergeßlich gemacht, daß er den Brüsseler Eurokraten jahrelang die Stirn bot und insbesondere von „europäischen Werten“ wie Gender- und Schwulenkult nichts wissen wollte. Bei der jüngsten Parlamentswahl im April 2026 wurde Orbán nach 16 Jahren an der Macht abgewählt, seine Fidesz-Partei verlor ihre Mehrheit an die Tisza-Partei von Péter Magyar.

 Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen << 

Jetzt könnte Orbán auf internationaler Bühne ein politisches Comeback versuchen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump soll ihn als Kandidaten für das Amt des UN-Generalsekretärs ins Gespräch gebracht haben. Nach Recherchen des „Wall Street Journal“, das sich auf Informanten aus drei Ländern beruft, sollen auch Rußland und China eine Unterstützung des Ungarn erwägen. Offiziell bestätigt ist das alles bislang nicht.

Dem Bericht zufolge haben amerikanische Vertreter Orbáns Interesse an dem Spitzenposten ausgelotet. Dieser habe sich grundsätzlich aufgeschlossen gezeigt, wolle aber nur kandidieren, wenn er sich realistische Siegchancen ausrechne. Ein Vertreter des US-Außenministeriums bezeichnete ihn als „Traumkandidaten für MAGA-Konservative“. Sein großer Pluspunkt seien sein harter Kurs gegen Migration und linke NGOs sowie seine jahrelangen Auseinandersetzungen mit der Europäischen Union.

Die mögliche Unterstützung durch Washington, Moskau und Peking wäre ungewöhnlich. Ein amerikanischer Regierungsvertreter rechnet dem Bericht zufolge mit acht sicheren Stimmen im 15köpfigen Sicherheitsrat; zehn seien erreichbar. Die fünf ständigen Mitglieder USA, Rußland, China, Großbritannien und Frankreich können einen Kandidaten allerdings durch ihr Veto verhindern. Vor einer Entscheidung des Sicherheitsrats muß der Kandidat mindestens neun Stimmen erhalten. Anschließend entscheidet die UN-Generalversammlung über die Ernennung.

Als weitere Bewerberin ist derzeit noch die Diplomatin Lana Nusseibeh aus den Vereinigten Arabischen Emiraten im Gespräch. Spekuliert wird zudem, Orbáns Name könne lediglich dazu dienen, eine spätere Besetzung mit einem anderen hochrangigen UN-Posten vorzubereiten. Das polnische Nachrichtenportal „Vsquare“ behauptet, eine solche Rochade könne ihn vor Strafverfolgung in Ungarn schützen.

Orbáns Fidesz-Partei hatte im April 2026 gegen die Tisza-Partei Péter Magyars verloren. Donald Trump und sein Vizepräsident JD Vance hatten Orbán vor der Wahl unterstützt. Seine guten Beziehungen zu Kremlchef Putin und sein Widerstand gegen Brüsseler Zumutungen machen ihn für konservative Kreise in Washington attraktiv – zugleich aber für westliche Gegner zu einem schwer vermittelbaren Kandidaten.

Die Amtszeit des derzeitigen UN-Generalsekretärs António Guterres endet am 31. Dezember. (mü)

Bildquelle: Facebook/Viktor Orban

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Kommentare 0

Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

Kommentar schreiben

Keine Anmeldung nötig. Ihr Kommentar wird nach Prüfung durch die Redaktion freigeschaltet. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Newsletter

Bleiben Sie ZUERST! informiert

Neue Ausgaben, Hintergründe und Angebote – direkt in Ihr Postfach. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.