Vor WM-Halbfinale heute abend: Spanischer Ex-Präsident kritisiert schwarze WM-Mannschaft Frankreichs
Madrid/Paris. Der derzeitige sozialistische Regierungschef Spaniens, Pedro Sánchez, bringt seine EU-Partner derzeit mit seiner verheerenden Zuwanderungspolitik gegen sich auf – rund 1,5 Millionen Illegale in seinem Land profitieren von seinem Angebot, einen legalen Aufenthaltsstatus in Spanien zu erwerben, wenn sie sich freiwillig bei den Behörden melden. Neue Zuwanderungswellen in den reicheren EU-Ländern, vor allem in Deutschland, werden die Folge sein.
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Aber nicht nur der derzeitige, sondern auch der frühere konservative Ministerpräsident Mariano Rajoy sorgt für Schlagzeilen. In einem Kolumnenbeitrag für das katholische Portal „El Debate“ analysierte er den spanischen Sieg gegen Belgien und blickte auf das Halbfinale gegen Frankreich voraus. Dessen Stärke räumte er ein: „Zweimal Weltmeister und Finalist der letzten Ausgabe“, alle Spiele bei dieser WM gewonnen, Spitzenreiter der FIFA-Weltrangliste, „ein Kader von höchster Qualität“. Aber: „Allerdings ohne Franzosen.“
Tatsächlich sind ein Großteil der französischen „National“spieler dunkelhäutig und haben einen Migrationshintergrund.
Natürlich stach Rajoy mit seiner Äußerung in ein Wespennest. Verkehrsminister Óscar Puente schrieb auf X: Rajoy sei ein „korrupter postfranquistischer Trottel, den die Justiz dieses Landes durch eine Seitentür vor dem Gefängnis bewahrt hat“. Regierungschef Pedro Sánchez äußerte sich zunächst nicht.
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Rajoys Satz knüpft an eine alte Debatte an und ist alles andere als unberechtigt. Die französische Weltmeisterelf von 1998 mit Zidane, Thuram, Desailly und Vieira – Kindern von Einwanderern aus früheren Kolonien – galt Medienmachern und anderen Linken zwar als Symbol eines „vielfältigen“ Frankreich („black-blanc-beur“), zog allerdings auch Kritik auf sich. Jean-Marie Le Pens Front National kritisierte es damals als „künstlich, Spieler aus dem Ausland zu holen und sie zur französischen Nationalelf zu taufen“.
Auch in Frankreich treibt Rajoys Kommentar Gutmenschen aller Couleur zur Weißglut. Fabien Roussel, Chef der Kommunistischen Partei, forderte auf X, Rajoy zu „verurteilen“, und zog einen Vergleich zu angeblich „rassistischen“ Äußerungen einer paraguayischen Senatorin über Kylian Mbappé. Dem Wahrheitsgehalt der Rajoy-Äußerung tut das keinen Abbruch. (mü)
Bildquelle: Pixabay
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