Aktuelle EU-Studie: Die Organisierte Kriminalität greift nach Europa

Aktuelle EU-Studie: Die Organisierte Kriminalität greift nach Europa
Foto: Symbolbild

Brüssel. Europa wird immer mehr zur Beute organisierter Banden. Das geht aus einer aktuellen Unterrichtung des Europäischen Parlamentarischen Forschungsdienstes (EPRS) hervor. Dort wird davor gewarnt, daß die Bandengewalt in der gesamten EU zunimmt, ein Phänomen, das mit dem „eskalierenden Wettbewerb zwischen rivalisierenden kriminellen Gruppen“ zusammenhänge.

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Einer der besorgniserregendsten Trends ist dabei die Rekrutierung von Minderjährigen durch organisierte Verbrecher- und Terrorgruppen. Schweden will deshalb nach einer Welle von Bombenanschlägen – allein 36 seit Anfang des laufenden Jahres – ein neues Gesetz zum Abhören von Kindern einführen.

Laut den jüngsten Eurostat-Daten berichteten 10 Prozent der befragten EU-Bürger, daß sie in ihrem örtlichen Umfeld von Kriminalität, Gewalt oder Vandalismus betroffen seien. „Auch wenn Europa immer noch einer der Kontinente ist, der am wenigsten von Organisierter Kriminalität betroffen ist, wird erwartet, daß kriminelle Netzwerke ihre globale Reichweite vergrößern, flüssiger und digitaler werden und somit offener für Vielfalt und Wettbewerb sind“, heißt es in der Unterrichtung des Forschungsdienstes, und weiter: „Dies kann wiederum zu noch mehr Gewalt im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität führen.“

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Am meisten berichteten die Menschen von Gewalttaten, Verbrechen oder Vandalismus in ihrem Umfeld in Griechenland (20,9 %), den Niederlanden (16,7 %), Bulgarien (15,6 %), Frankreich (14,7 %), Spanien (13,6 %) und Belgien (12,5 %). Am anderen Ende des Spektrums berichteten in Kroatien, Litauen, Polen, der Slowakei und Estland mit unter 5 Prozent die wenigsten Menschen über Kriminalität in ihrem örtlichen Umfeld. (mü)

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