40 Fälle allein im Juni: Christenfeindliche Gewalt in Europa nimmt weiter zu

40 Fälle allein im Juni: Christenfeindliche Gewalt in Europa nimmt weiter zu
Foto: Symbolbild

Wien. Der latente Krieg gegen das Christentum in Europa geht unvermindert weiter. Die Beobachtungsstelle für Intoleranz und Diskriminierung von Christen in Europa (OIDAC Europe) registrierte allein im Juni 2026 insgesamt 40 schwere christenfeindliche Vorfälle in zehn europäischen Staaten. Lediglich der März lag mit 41 dokumentierten Fällen noch höher. Besonders häufig wurden Brandanschläge und Fälle von Vandalismus erfaßt. Die meisten Übergriffe ereigneten sich erneut im bereits weithin islamisierten Frankreich.

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Nach Angaben der in Wien ansässigen Organisation umfaßt die Statistik zwölf Brandstiftungen, neun Fälle von Vandalismus, acht Schändungen religiöser Stätten, drei tätliche Angriffe auf Personen, drei Diebstähle religiöser Gegenstände, zwei massive Bedrohungen, einen Fall von Vandalismus mit Gewalt, eine Störung eines Gottesdienstes sowie den Versuch einer Besetzung.

Mit elf Vorfällen führt Frankreich die Länderstatistik an, gefolgt von Deutschland mit acht und Italien mit sieben Fällen. Selbst aus den konservativen Polen wurden vier Übergriffe gemeldet, Belgien und Spanien verzeichneten jeweils zwei. Weitere Vorfälle ereigneten sich in den Niederlanden, Estland, Großbritannien und der Schweiz.

Die einzelnen Ereignisse verdeutlichen die Dimension des Geschehens. Im französischen Poissy unterbrachen Unbekannte einen katholischen Gottesdienst mit den Rufen „Allahu Akbar“ und antichristlichen Parolen. In einer weiteren Kirche wurde ein Meßbuch verbrannt. Auf Korsika verletzten Angreifer einen Pfarrer in dessen Pfarrhaus. In Belgien wurden ein katholischer Religionslehrer sowie ein vom Islam zum Christentum übergetretener Konvertit massiv bedroht. In Deutschland geriet die Heilig-Geist-Kirche im hessischen Hanau bereits den zweiten Monat in Folge ins Visier von Tätern. Im nordirischen Downpatrick zerstörte ein mutmaßlicher Brandanschlag das ehemalige Kloster „Convent of Mercy“. Hinzu kamen IS-nahe Drohungen gegen den geplanten Papstbesuch in Spanien.

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Die OIDAC warnt davor, die Übergriffe als Einzelfälle abzutun. Insbesondere die hohe Zahl von Brandanschlägen deute auf eine anhaltende und systematische Entwicklung hin. Die Organisation weist außerdem darauf hin, daß ihre Statistik ausschließlich Delikte mit eindeutig nachgewiesenem antichristlichem Motiv erfaßt. Die tatsächliche Zahl dürfte deshalb höher liegen. Für Frankreich meldete das Innenministerium bereits 2025 insgesamt 843 antichristliche Straftaten – neun Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Angriffe auf Personen stieg sogar um 70 Prozent. (mü)

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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