AfD legt kräftig zu: „Die AfD ist seit heute Kommunalpartei“

AfD legt kräftig zu: „Die AfD ist seit heute Kommunalpartei“
Foto: Symbolbild

Hannover. Eine Woche nach dem Sensationserfolg von Sachsen-Anhalt hat die AfD auch bei den Kommunalwahlen in Niedersachsen deutlich zugelegt. Nach einer Infratest-dimap-Hochrechnung im Auftrag des NDR steigt ihr Stimmenanteil im Landesdurchschnitt von 4,6 auf 15,9 Prozent und damit auf rund das Dreifache. Landeschef Ansgar Schledde bezeichnete seine Partei als „eindeutigen Gewinner des Abends“.

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Schledde erklärte, die AfD sei nun „Kommunalpartei“. Mit dem Ergebnis gehe man „gestärkt in die Landtagswahl“. Der Landesverband wertet den Stimmenzuwachs als Hinweis darauf, daß die Bürger auf der Ebene der Landkreise und Gemeinden eine „selbstbewußte konservative Kraft als Korrektiv“ wünschten.

In die Hochrechnung am Wahlabend flossen die Resultate der Stadtratswahlen in den kreisfreien Städten, der Kreistagswahlen sowie der Wahl der Regionalversammlung in der Region Hannover ein.

Bei den Kommunalwahlen wurden vier AfD-Kandidaten wegen Zweifeln an ihrer Verfassungstreue nicht zugelassen.

Einen besonderen Erfolg erzielten die „Blauen“ in Salzgitter. Nur eine Woche nach ihrem Ergebnis bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erreichte AfD-Kandidatin Patricia Mair bei der Oberbürgermeisterwahl die Stichrunde. Amtsinhaber Frank Klingebiel (CDU) erhielt 45,61 Prozent der Stimmen, Mair kam auf 25,67 Prozent.

Insgesamt blieb die CDU mit 27,2 Prozent stärkste Partei, verlor aber 4,5 Prozentpunkte im Vergleich zu den vorherigen Wahlen. Auf die SPD entfielen 24,6 Prozent (- 5,4). Die Grünen verlieren leicht und kommen auf 14,1 Prozent (- 1,8), währen sich die Linke auf 6,0 Prozent (+ 3,2) verbessert. Für die FDP geht es mit 3,7 Prozent (- 2,8) auch in Niedersachsen bergab. (rk)

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