Sicherheitsrisiko: Fast 150.000 offene Haftbefehle – nur 11 Prozent Deutsche
Berlin. In Deutschland werden derzeit mehr als 148.000 Personen mit offenen Haftbefehlen gesucht. Das geht aus Angaben des Bundesinnenministeriums (BMI) hervor, die die AfD-Fraktion erfragte. Brisant daran: satte 87,3 Prozent der Gesuchten sind Ausländer. Nur 11,2 Prozent haben ausschließlich die deutsche Staatsangehörigkeit, weitere 1,5 Prozent sind Deutsche mit zweiter Staatsbürgerschaft.
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Unter den Gesuchten stehen deutsche Staatsbürger zwar mit 16.671 Personen numerisch an erster Stelle. Alle nichtdeutschen Gesuchten zusammengenommen stellen gleichwohl die übergroße Mehrheit: aufgeführt werden Rumänen (16.123), Polen (12.721), Georgier (6.869) und Türken (6.696) als zahlenmäßig stärkste ethnische Gruppen.
Der AfD-Abgeordnete Sebastian Münzenmaier verlangt einen „rigorosen Kurswechsel“ mit dauerhaften Grenzkontrollen, der Beendigung des Aufenthalts straffälliger Ausländer und der Vollstreckung von Haftstrafen im Herkunftsland.
Auch der CDU-Innenpolitiker Alexander Throm sieht ein Sicherheitsproblem: „Jeder offene Haftbefehl bedeutet ein Sicherheitsrisiko.“
Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Heiko Teggatz, bezeichnete die Gesamtzahl als „besorgniserregend“. Den Landespolizeien fehlten häufig die Kapazitäten für gezielte Fahndungen. Festnahmen seien daher oft „Zufallstreffer beziehungsweise Beifang“. An Grenzen, Flughäfen und Bahnhöfen fahnde die Bundespolizei dagegen ausdrücklich nach gesuchten Personen. (rk)
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