Paris brennt: Bürgerkriegsartige Unruhen in Frankreich
Paris/Limoges. Frankreich ist am Wochenende von den bislang schwersten Ausschreitungen im Rahmen der aktuellen Unruhen heimgesucht worden. Zwischen 550.000 und 800.000 Menschen gingen allein am Samstag auf die Straße. Innenminister Laurent Nuñez sprach von 550.000 Teilnehmern, darunter 110.000 in Paris, die Gewerkschaft CGT zählte landesweit 800.000. In zahlreichen Städten nutzten gewaltbereite Gruppen den Protest erneut für Plünderungen und Angriffe auf Polizei und öffentliche Einrichtungen.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Besonders schwer traf es Limoges. Dort drangen Randalierer ins historische Rathaus ein, das anschließend weitgehend ausbrannte. Bürgermeister Guillaume Guérin verurteilte die Tat scharf: „Es gibt keine Worte, um das Geschehene zu verurteilen, so abscheulich ist es. Das Land befindet sich in einer chaotischen Lage.“ Zugleich betonte er: „Sie haben ein Gebäude zerstört, das den Einwohnern von Limoges am Herzen liegt, aber sie haben den öffentlichen Dienst nicht zerstört.“
Auch Lyon, Marseille, Bordeaux und weitere Städte meldeten schwere Ausschreitungen. In Lyon ging die Touristeninformation in Flammen auf, in Marseille wurden Geschäfte geplündert und ein Eindringen in eine Polizeiwache versucht. In Bordeaux verwüsteten Randalierer öffentliche Einrichtungen. In Paris griffen vermummte, schwarz gekleidete Gruppen Geschäfte, Fahrzeuge und Stadtmobiliar an. Die Zusammenstöße reichten bis in die Nähe des Élysée-Palastes und der Nationalversammlung. Bürgermeister Emmanuel Grégoire konstatierte: „Ganze Straßenzüge sind systematisch verwüstet worden“.
Verteidigungsminister Sébastien Lecornu sprach von einem „entsetzlichen Ausmaß an Gewalt“. Er macht eine „besonders gewalttätige Ultralinke“ verantwortlich, die organisiert gegen Eigentum, Menschen und staatliche Institutionen vorgegangen sei. Die Behörden meldeten rund 1.200 Festnahmen und zahlreiche verletzte Sicherheitskräfte; spätere Berichte nannten noch deutlich höhere Zahlen. Auch am Sonntag kam es in Paris erneut zu Plünderungen und Zusammenstößen.
Präsident Emmanuel Macron bot den friedlich Protestierenden den Dialog an, kündigte zugleich aber Konsequenzen für Gewalttäter an: „Diejenigen, die randaliert, Präfekturen und Geschäfte angegriffen und sogar unsere Rathäuser geplündert haben, werden verfolgt und bestraft.“
Marine Le Pen, Präsidentschaftskandidatin des Rassemblement National (RN), räumte „legitime soziale Forderungen“ ein, warf der Linken jedoch vor, diese für eigene Zwecke zu vereinnahmen und Gewalt zu legitimieren. Parteichef Jordan Bardella erklärte: „Ordnung existiert heute in Frankreich nicht mehr.“
Die Ausschreitungen stehen im Schatten wachsender wirtschaftlicher Turbulenzen. Im Gefolge des ursprünglichen Protests gegen steigende Lebenshaltungskosten ist in den letzten Wochen eine breite und zunehmend gewalttätige Mobilisierung erfolgt, wobei die Rolle linksextremer Kader und eines perspektivlosen Migrantenmobs nicht zu übersehen ist. (mü)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!
Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin
Kommentare 0
Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!