Magdeburger AfD: Weniger Geld für schlechte Kunst
Magdeburg. Die AfD macht ihre Wahlkampfversprechen ernst und will die staatlichen Zuschüsse für das Theater in Magdeburg zusammenstreichen. Hintergrund ist die anhaltende Kritik der AfD an den Spieplänen der öffentlichen Bühnen – es handle sich oftmals um fragwürdige Regie“leistungen“, die keine Unterstützung der öffentlichen Hand verdienten.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
In einem Antrag für die Stadtratssitzung Anfang November verlangt die Magdeburger AfD-Fraktion eine deutliche Kürzung der kommunalen Finanzierung. Zwar sei eine vollständige Schließung nicht beabsichtigt, doch müsse geprüft werden, ob Magdeburg tatsächlich sämtliche künstlerischen Sparten mit eigenen Strukturen unterhalten müsse.
Die Theaterleitung warnt vor den Folgen. Verwaltungsdirektorin Bettina Pesch erklärte, strukturelle Einschnitte würden „unweigerlich die Schließung ganzer Sparten bedeuten“. Einsparungen in der geforderten Größenordnung seien ohne erheblichen Personalabbau nicht zu erreichen. Darunter litten sowohl das Publikum als auch die künstlerische Arbeit.
Die AfD beziffert die jährlichen Kosten des Theaters für die Steuerzahler auf 37 Millionen Euro, während das Haus lediglich vier Millionen Euro selbst erwirtschafte. Die Kulturszene verfolgt die Pläne mit Sorge. Das Theater wurde erst 2025 zum „Theater des Jahres“ gewählt und erhielt 2026 den ZukunftsGut-Preis.
Ganz abwegig ist der AfD-Vorstoß allerdings nicht: Magdeburg fehlen im Haushaltsentwurf derzeit 47 Millionen Euro. Am 5. November soll der Stadtrat über das Konsolidierungskonzept beraten, Anfang Dezember über den Haushalt 2027 entscheiden. (rk)
Foto: 12019 / Pixabay (Pixabay-Lizenz)
Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!
Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin
Kommentare 0
Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!