Lästige Iraner: Pentagon bittet per Rundmail um Ratschläge
Washington. Im Pentagon und im Weißen Haus herrscht offenbar verzweifelte Ratlosigkeit: der Krieg gegen Iran, den Präsident Trump eigentlich innerhalb kürzester Zeit gewonnen haben wollte, will einfach nicht enden – und die Iraner machen keinerlei Anstalten, zu kapitulieren oder auch nur an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
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Im Pentagon wußte man sich deshalb keinen anderen Rat, als jetzt per Rundmail um Rat zu fragen. Das erbrachten Recherchen des US-Senders CNN. Demnach verschickte ein ranghoher Offizier des US-Militärkommandos eine Mail an einen größeren Kreis von Militäranalysten. CNN beruft sich dabei auf mehrere mit dem Vorgang vertraute Quellen. In der Mail hieß es wörtlich: „Wir suchen nach neuen, kreativen und unkonventionellen Wegen, um Druck auf Iran auszuüben und ihn zu sanktionieren.“
Das Pentagon wiegelt ab. Auch nach Einschätzung von Militärvertretern ist ein solcher Aufruf mehr als ungewöhnlich. Er zeige aber, daß Washington nur noch wenige Optionen habe, um Iran zu einem Abkommen nach amerikanischen Vorstellungen zu bewegen.
Das US Central Command weist diese Interpretation natürlich zurück. Sprecher Captain Timothy Hawkins erklärte gegenüber CNN: „Das US Central Command blickt auf eine lange Tradition innovativer Denk- und Arbeitsweisen zurück.“
Erst wenige Tage nach dem Versand der E-Mail hatte Trump erneut mit Angriffen gegen Iran gedroht. Nach Interventionen mehrerer Staaten der Region, insbesondere des saudischen Kronprinzen, verzichtete er dann jedoch erneut auf eine weitere militärische Eskalation. Laut CNN wird innerhalb der amerikanischen Militärführung inzwischen intensiv nach zusätzlichen Möglichkeiten gesucht, den Druck auf Iran zu erhöhen, ohne den Konflikt weiter auszuweiten. (mü)
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