Wegen Gasplänen der AfD: Panik in Berlin, Gesprächsbereitschaft in Moskau
Berlin. Bei den Berliner Kartellparteien liegen die Nerven blank: die AfD will mit Moskau über eine Wiederaufnahme russischer Energielieferungen verhandeln und hat dafür auch bereits prominente Ansprechpartner auf russischer Seite gefunden (wir berichteten). Eine solche Kooperation würde die gesamte Energie- und Rußlandpolitik der Berliner Etablierten in Frage stellen, die deshalb hysterisch reagieren.
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Für das Frühjahr 2027 ist ein Treffen zwischen dem Leiter des russischen Staatsfonds und engen Putin-Berater Kirill Dmitrijew und den AfD-Spitzen Alice Weidel und Tino Chrupalla vorgesehen. Als mögliche Verhandlungsorte sind Israel, die Vereinigten Arabischen Emirate oder Indien im Gespräch. Voraussetzung soll ein vorher vereinbarter Rahmen für Frieden zwischen Rußland und der Ukraine sein. Auch eine Beteiligung der US-Vertreter Steve Witkoff und Jared Kushner ist angedacht.
Alice Weidel bestätigte die Gesprächspläne nicht ausdrücklich, bekräftigte jedoch die grundsätzliche Linie. „Wir werden sicherlich nicht nur mit einer Seite sprechen, sondern wir reden mit zwei Seiten“, sagte sie in der Bundespressekonferenz. Ihr sei wichtig, „zusammen mit den Amerikanern zur russischen Seite“ einen Gesprächskanal zu öffnen. Chrupalla erklärte ergänzend, die AfD sei gegenüber „allen Ländern Europas, aber auch der Welt“ gesprächsbereit. Das gelte auch für Rußland, China und die USA. Zugleich verwies er darauf, daß eine Oppositionspartei bei konkreten Gasverhandlungen nur begrenzte Möglichkeiten habe.
Weidel hatte bereits im Juni für ein Ende des Boykotts russischen Öls und Gases geworben. Gegenüber Reuters bezeichnete sie „billige Energie aus Rußland“ als „das Geheimnis des Erfolgs von ‚Made in Germany‘“. Die AfD erhofft sich von einer Wiederaufnahme der Lieferungen niedrigere Energiekosten und eine wirtschaftliche Entlastung.
Dmitrijew selbst wirbt seit Tagen öffentlich für eine deutsch-russische Zusammenarbeit. Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern schrieb er auf X: „Mecklenburg-Vorpommern wird wieder aufblühen, wenn bezahlbares, zuverlässiges Nord-Stream-Gas durch gemeinsame Arbeit mit der AfD zurückkehrt.“ Er stellte „niedrigere Energiekosten, mehr Jobs und höheres Wachstum“ in Aussicht und fügte hinzu: „Kein deutscher Energie- und Industriesuizid mehr.“ Nach dem AfD-Wahlergebnis sprach er von einem „weiteren atemberaubenden Sieg“ und schrieb: „Deutschland ist erwacht.“
Auch der Kreml reagierte positiv auf die Gesprächsbereitschaft. Sprecher Dmitri Peskow sagte, Äußerungen einer in Deutschland zunehmend erfolgreichen politischen Kraft, die für bessere Beziehungen zu Moskau eintrete, könnten Rußland „nur gefallen“.
Parallel plant Dmitrijew für 2027 ein Wirtschaftsforum mit Deutschland, den USA und Rußland. Nach seinen Angaben liegen bereits mehr als 20 Anfragen deutscher Unternehmen vor. Robert Agee, Präsident der American Chamber of Commerce in Moscow, bezeichnete die Initiative als „positiven und zeitgemäßen Schritt“.
Die Bundesregierung lehnt eine Rückkehr zu den russischen Gaslieferungen unterdessen kategorisch ab. Von Union und Grünen kommt heftige Kritik an den AfD-Plänen. Der CDU-Stahlhelmer Roderich Kiesewetter erklärte: „Die AfD steht auf der Seite Rußlands und ist bereit, sowohl die Ukraine als auch Deutschland zu verraten.“ Und der Grünen-Politiker Michael Kellner stellt kategorisch fest: „Deutschland kann nicht wieder von Rußland abhängig werden.“ Daß Deutschland in Wirklichkeit nur die Abhängigkeit von Rußland durch diejenige vom viel teureren amerikanischen LNG-Gas ausgetauscht hat, stört den Grünen-Mann dabei nicht. (rk)
Bild von Christian Dorn auf Pixabay
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