Wegen aufdringlicher Gender-Propaganda: Ombudsstelle rügt Kindersendung des SRF

Wegen aufdringlicher Gender-Propaganda: Ombudsstelle rügt Kindersendung des SRF
Foto: Symbolbild

Bern. Auch in der Schweiz sind die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten Transmissionsriemen der Gender-Propaganda. Selbst Kindersendungen sind davon betroffen. Zumindest letzteres rügte jetzt die eigene Ombudsstelle des SRF und machte mangelnde Sachgerechtigkeit geltend.

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Konkret geht es um die Sendung „SRF Kids Reporter:in – Wer bin ich?“ vom 21. Juli. Nach Darstellung der Ombudsstelle wurden bei Fragen zu Geschlechtsidentität und Queer-Themen bestimmte gesellschaftliche Deutungen nicht als solche kenntlich gemacht, sondern als gesichertes Wissen dargestellt. Das Lehrernetzwerk Schweiz hatte den Beitrag zuvor kritisiert.

Die Ombudsstelle schloß sich dieser Kritik zu weiten Teilen an. So hatte der SRF in seiner Sendung suggeriert, geschlechtliche Vielfalt habe es zu allen Zeiten und überall gegeben; zudem seien andere Identitäten als „Frau“ und „Mann“ bereits früher unterdrückt worden. Die Ombudsstelle bezeichnete dies als „weitreichende geschichtswissenschaftliche These“, die ohne Quellenangabe und Einordnung „als gesicherter Forschungsstand präsentiert“ worden sei – das sei sie aber keineswegs.

Kritik gab es zudem an einer Sprachtafel unter dem Titel „Mit kleinen Worten viel bewirken“. Dort stellte der SRF Formulierungen wie „Mama und Papa“, „Bruder oder Schwester“, „Jungs oder Mädchen“ sowie „Frauen und Männer“ alternativen und geschlechtsneutralen Begriffen gegenüber. Die Ombudsstelle hält fest: „Wörter wie ´Mama und Papa´ oder ´Bruder und Schwester´ sind weder ausgrenzend noch problematisch.“ Die Gegenüberstellung „Statt X sag Y“ könne jedoch den Eindruck vermitteln, der herkömmliche Sprachgebrauch sei falsch oder verbesserungsbedürftig.

Beanstandet wurde ferner die Auswahl von sechs Beratungsstellen. Sämtliche Einrichtungen sind nämllich ausgerechnet im „queeren“ Lager angesiedelt; die Ombudsstelle bezeichnete diese Zusammenstellung denn auch als „einseitig“. Der SRF trug daraufhin den Verein „Pro Juventute“ als allgemeine Beratungsstelle nach. 

Das Lehrernetzwerk gibt sich damit nicht zufrieden. Es fordert künftig verbindliche Qualitätsstandards für weltanschaulich sensible Kinderinhalte, eine ausgewogene Auswahl von Beratungsangeboten – und nicht zuletzt eine Erklärung, wie der strittige Beitrag die redaktionelle Qualitätssicherung passieren konnte. (mü)

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