Selbstzensur bei der BBC: H.K. Rowling kritisiert Bevormundung
London. Wieder einmal ein Fall von „woker“ Zensur: die britische BBC hat jetzt elf Beiträge der preisgekrönten Sketchserie „That Mitchell and Webb Look“ aus ihrem Streamingangebot entfernt. Zum 20jährigen Bestehen war die von David Mitchell und Robert Webb produzierte Sendung wieder auf dem iPlayer verfügbar, allerdings nicht vollständig. Gestrichen wurden unter anderem Szenen, in denen das inzwischen umstrittene „Blackfacing“ satirisch eingesetzt wird, außerdem eine Burka-Parodie, ein Sketch über einen angeblichen „Stamm“ in einem Gartencenter sowie Beiträge über Jimmy Savile und den Fernsehkoch Gary Rhodes. Ein BBC-Sprecher begründete die Auswahl mit dem Alter der Sendung: „Dies ist eine 20 Jahre alte Sketchshow.“ Gemeinsam mit den Programmachern habe man Beiträge ausgewählt, „die auch heute noch funktionieren“, und andere weggelassen.
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Kritik kam unter anderem vom Komiker Dom Joly, der von einem „klassischen BBC-Overkill“ und „hysterischer Zensur“ sprach. Ähnlich äußerte sich die „Harry Potter“-Bestsellerautorin J.K. Rowling. Sie hatte schon in der Vergangenheit immer wieder Kritik an der political correctness, „woken“ Sprachregelungen und am Gender Mainstreaming geäußert. 2019 wandte sie sich gegen berufliche Nachteile für Menschen, die ihre Auffassung vom biologischen Geschlecht öffentlich äußerten.
Ihre Reaktion auf die jüngste BBC-Entscheidung knüpft daran an. Rowling kritisierte, daß Erwachsene, die sich wie „despotische Kleinkinder“ verhielten, bestimmen könnten, was der Rest der Bevölkerung sehen dürfe. (mü)
Bild: Pixabay/Gemeinfrei
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