Schweden kippt nach links: Gaben Migrantenstimmen den Ausschlag?

Schweden kippt nach links: Gaben Migrantenstimmen den Ausschlag?
Foto: Symbolbild

Stockholm. Nach nur einer Legislaturperiode ist in Schweden die rechts-konservative Regierung unter Ministerpräsident Ulf Kristersson, die von den rechten Schwedendemokraten toleriert und unterstützt worden war, wieder abgewählt worden. Gewonnen hat ein Mitte-Links-Bündnis unter Oppositionsführerin Magdalena Andersson von den Sozialdemokraten, das sich 176 der 349 Sitze im Parlament sichern konnte.

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Verhängnisvoll ist die Wahlentscheidung nicht zuletzt deshalb, weil Kristerssons Regierung mit ihren Maßnahmen zur Entschärfung der Migrationsprobleme erst ganz am Anfang stand. Und: das Ergebnis ist offenbar auch eine Folge der massenhaften Einbürgerungen in den Jahren vor der Kristersson-Regierung. Besonders deutlich links gewählt wurde in stark überfremdeten Stadtviertel. In Malmö und Stockholm erreichte der von Andersson geführte linke Block in einzelnen Vierteln mehr als 90 Prozent. Die Linkspartei kam dort teils auf über 50 Prozent, landesweit auf 8,4 Prozent – ein Zuwachs von 1,7 Prozent.

Die Schwedendemokraten führen das Ergebnis maßgeblich auf die Mobilisierung eingebürgerter Wähler zurück. Parteichef Jimmie Åkesson sprach von „islamistischen Stimmen“. Tatsächlich weisen Wahlanalysen auf eine starke Konzentration linker Stimmen in Vierteln mit hoher Einwandererquote hin.

Eine Lektion ist das schwedische Wahlergebnis nicht zuletzt für Deutschland, wo von der Bundesregierung bis hinunter auf Kommunalebene ein regelrechter Überbietungswettbewerb um die höchsten Einbürgerungszahlen entbrannt ist. Unverändert wählen Migranten nach wie vor zum überwiegenden Teil linke Parteien, was die Wahlchancen etwa der AfD schmälert. (mü)

Bildquelle: wikimedia/Hofres/CC BY 3.0

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