Remigrations-Institut: So läßt sich der Bevölkerungsaustausch verhindern

Remigrations-Institut: So läßt sich der Bevölkerungsaustausch verhindern
Foto: Symbolbild

Wien. Der sich abzeichnende Bevölkerungsaustausch ist kein Naturgesetz. Zwar vollzieht er sich derzeit in so gut wie allen europäischen Ländern mit atemberaubender Geschwindigkeit. Aber: er läßt sich aufhalten und umkehren. Darauf weist Martin Sellners in Wien ansässiges „Institut für Remigration“ (IFR) hin.

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Die aktuellen Prognosen sehen nicht gut aus. Eine Modellrechnung des IFR nennt konkrete Jahreszahlen: für Deutschland wird der Kippunkt – also der Zeitpunkt, ab dem es mehr Zugewanderte als Einheimische gibt – für 2045 erwartet, in Österreich für 2052 und für die Schweiz bereits 2038. Aber: das Institut stellt diesen Projektionen ein alternatives Szenario gegenüber, wonach sich der scheinbar unaufhaltsame Bevölkerungsaustausch durch eine drastisch reduzierte Zuwanderung und mehr Abwanderung nach hinten verschieben und sogar verhindern läßt.

Die Ausgangsdaten sind freilich verheerend. In Deutschland hatten 2025 rund 25,8 Millionen Menschen einen Migrationshintergrund, was 31,1 Prozent der Bevölkerung in Privathaushalten entspricht – fast ein Drittel der Bevölkerung. Bei Kindern unter fünf Jahren betrug der Anteil sogar 42,7 Prozent*. Österreich verzeichnete 2025 rund 2,55 Millionen Einwohner mit Migrationshintergrund. Ihr Anteil stieg innerhalb eines Jahrzehnts von 21,4 auf 28,2 Prozent.

Das IFR hat trotz dieser fatalen Ausgangslage für 14 europäische Länder alternative Berechnungen erstellt. Statistische Grundlage sind unter anderem die Wanderungsbewegungen zwischen 2015 und 2024 sowie Annahmen zu Geburten und Sterbefällen. Die Ergebnisse sind allerdings keine gesicherten Zukunftsprognosen, sondern nur modellabhängige Szenarien.

Die Annahmen der Modellrechnung wären einschneidend: die Zuwanderung soll auf nur noch zehn Prozent des bisherigen Niveaus sinken, zusätzlich sollen jährlich ein Prozent der ursprünglich erfaßten migrantischen Bevölkerung das jeweilige Land wieder verlassen. Für Deutschland entspräche das rund 259.000 zusätzlichen Abwanderungen pro Jahr. Nach IFR-Berechnungen würde der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund dadurch bis 2111 auf weniger als fünf Prozent zurückgehen. Für Österreich wird das Jahr 2091, für die Schweiz 2088 genannt.

Das IFR will sein Dashboard ausdrücklich als politischen Handlungsaufruf verstanden wissen. Um die genannten Zielzahlen zu erreichen, braucht es über mehrere Generationen hinweg einen langen Atem – und politische Macht.

Unter der Rubrik „Was tun?“ fordert das IFR dazu auf, migrationskritische Parteien und Bewegungen zu unterstützen, die öffentliche Debatte zu beeinflussen und das Modell weiterzuverbreiten. Will sagen: es herrscht dringender Handlungsbedarf – und der politische Wille, den Zuwanderungstrend umzukehren. (rk)

* Es sei aber darauf hingewiesen, daß dies eine Gesamtzahl migrantischer Einwanderungsgeschichte darstellt und auch europäische Einwanderer darin einbezogen sind.

Bild: Pixabay/gemeinfrei

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