Musk über die Proteste in Frankreich: „Invasion in Zeitlupe“

Musk über die Proteste in Frankreich: „Invasion in Zeitlupe“
Foto: Symbolbild

Boca Chica/Paris. Die anhaltenden Unruhen in Frankreich offenbaren zunehmende geopolitische Bruchlinien. Elon Musk, Chef von Tesla, SpaceX und xAI, nannte die anhaltenden Schüler- und Studentendemonstrationen in Frankreich auf X eine „Invasion in Zeitlupe“. In seinem Beitrag heißt es: „Das ist eine Invasion. Sie läuft in Zeitlupe ab, ist aber dennoch eine Invasion. Und diejenigen, die diese Invasion unterstützen, sind Verräter, die dasselbe Schicksal verdienen wie alle Verräter.“

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Anlaß für Musks Wortmeldung war ein Post des britischen Aktivisten Tommy Robinson, der auf X einen Screenshot von Donald Trumps Truth-Social-Beitrag teilte. Der US-Präsident sprach dort von einer „außer Kontrolle geratene Massenmigration“ und erklärte: „Es geht nicht um die Schulen, sondern darum, daß der Islam ein einst großartiges Land übernehmen will!“ Robinson versah das Bild mit den Worten: „Trump versteht das.“

In Frankreich halten die Proteste seit September an. Getragen werden sie von Oberstufenschülern und Studenten, unterstützt von Lehrern, Eltern und Gewerkschaften. Die Forderungen zielen auf höhere Bildungsausgaben, die Behebung des Lehrermangels und die Sanierung maroder Schulgebäude ab. Politische Brisanz gewinnen die Krawalle aber durch den demonstrativen Schulterschluß der französischen Linken mit den Unruhestiftern. Vor allem der Chef der Linkspartei LFI (La France Insoumise) solidarisiert sich mit den Protesten.

Über die Größe der Demonstrationen gehen die Angaben auseinander. „Le Monde“ beruft sich auf das Innenministerium und nennt 266.000 Teilnehmer landesweit, davon rund 56.000 in Paris. Laut Innenminister Laurent Nuñez wurden inzwischen 215 verletzte Schüler registriert, überwiegend durch Angriffe oder Unfälle. Hinzu kommen 89 verletzte Beschäftigte des Bildungswesens und 761 verletzte Sicherheitskräfte. Bis zum 7. Oktober erfolgten 6.629 Festnahmen. (mü)

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