Milei rechnet mit der UNO ab: „Kaste fatal arroganter Parasiten“

Milei rechnet mit der UNO ab: „Kaste fatal arroganter Parasiten“
Foto: Symbolbild

New York/Buenos Aires. Töne, wie man sie bei den Vereinten Nationen nicht alle Tage hört: der argentinische Präsident Javier Milei nutzte seine Rede vor der UN-Vollversammlung zu einer grundsätzlichen Abrechnung mit der Weltorganisation. Sie sei eine „nutzlose Organisation, die nur dazu dient, eine Kaste fatal arroganter Parasiten zu ernähren, die sich als wohlmeinende Bürokraten tarnen“. Die während der Corona-„Pandemie“ von der UNO unterstützten Maßnahmen bezeichnete er glattweg als „Völkermord“.

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Milei kritisierte insbesondere die weltweiten Lockdowns, die in den Jahren nach 2020 wissenschaftliche Erkenntnisse ebenso wie die nationale Souveränität verdrängt hätten. Die Folgen seien Arbeitsplatzverluste, erhebliche Beeinträchtigungen der Bildung und ein millionenfaches Sterben ohne persönliche Betreuung gewesen. Dann wurde Milei deutlich: „Wo manche einen gesundheitspolitischen Fehler behaupten, sehen wir ein globales Experiment sozialer Kontrolle, getarnt als Wissenschaft. Wenn ein Staat, geblendet von Gesundheitspolitik, seiner Bevölkerung das Recht auf Arbeit, auf Bildung und auf den Abschied von den Toten nimmt – und das zu Millionen vermeidbarer Toter führt –, gibt es dafür ein Wort: Völkermord!“ Der US-Sender Fox News verbreitete Mileis Passage nahezu vollständig.

Auch die Entwicklung der Weltorganisation seit ihrer Gründung vor 78 Jahren nahm der argentinische Regierungschef ins Visier. Sie sei ihrem ursprünglichen Anspruch, kollektive Sicherheit und Menschenrechte zu gewährleisten, nicht gerecht geworden. Statt dessen habe sie „Chaos, Gewalt und internationalen Terrorismus“ zugelassen. Auch habe sie autoritäre Regime gedeckt und deren Menschenrechtsverletzungen nicht ausreichend benannt. Milei rechnete dazu insbesondere Staaten, in denen Frauen öffentlich gesteinigt würden. Zugleich kritisierte er das Schweigen gegenüber massenhaften Tötungen von Christen in Afrika. Die Vereinten Nationen müßten es sich gefallen lassen, an ihren ursprünglichen Zielen von Sicherheit und Menschenrechten gemessen zu werden. (mü)

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