Kirchen-Mobbing gegen die AfD: Organist darf nicht mehr spielen
Kassel. Als staatstragende Organisationen sind die beiden Großkirchen im Kampf gegen die AfD ganz vorne mit dabei. Sie tun sich dabei wenig christlich durch besonders eifrige Ausgrenzung hervor.
Zum Beispiel in Kassel. Dort dürfen AfD-Mandatsträger grundsätzlich keine haupt-, neben- oder ehrenamtlichen Aufgaben in katholischen oder evangelischen Kirchen mehr übernehmen. Betroffen ist etwa der AfD-Stadtverordnete Thomas Sosna, der bislang als Organist (!) tätig war.
Die katholische Dekanatskonferenz Kassel-Hofgeismar beschloß vergangene Woche einstimmig, AfD-Mandatsträger von kirchlichen Tätigkeiten auszuschließen. Das gelte besonders für liturgische Aufgaben wie Orgelspiel, Lektorat und Kantorendienst, erklärte Pastoralreferent Stefan Ahr.
Sosna hatte auf Honorarbasis in Harleshausen und Ahnatal Gottesdienste musikalisch begleitet. Bei einem Gottesdienst im Mai durfte er nach Angaben des Aushilfspfarrers Harald Fischer nur unter ausdrücklicher persönlicher Mißbilligung (!) spielen. Ein AfD-Mandat sei keine Privatsache und deshalb auch mit Repräsentationsaufgaben innerhalb der katholischen Kirche unvereinbar. „Unsere universale Heilsbotschaft vertritt alle Menschen – und das ist das Gegenteil der Prinzipien der AfD.“
Auch die evangelische Kirche beteiligt sich pflichtschuldigst am Mobbing – auch dort darf Sosna nicht mehr spielen. Stadtkirchendekan Michael Glöckner bestätigte, daß der Betroffene vor dem Arbeitsgericht gegen seine Kündigung vorgeht. Er war dort mehrere Jahre auf Stundenbasis für Sonntagsgottesdienste angestellt. In der Vergangenheit störte seine politische Meinung offenbar niemanden.
Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hatte bereits 2024 eine entsprechende Position beschlossen. Bischöfin Beate Hofmann erklärte: „Wer Rechtspopulismus und Rechtsextremismus öffentlich unterstützt und sich somit gegen das christliche Menschenbild stellt, kann in der EKKW nicht ehren- oder hauptamtlich mitarbeiten.“ Das betreffe auch Kirchenvorstände.
Der Kasseler Beschluß betont sinnigerweise den „Dialog“ mit Menschen, die „rechtsextreme“ oder „rechtspopulistische“ Positionen vertreten. Der Organist Thomas Sosna hat davon nichts mitbekommen. (rk)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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Kommentare 1
Die katholische wie die evangelische Kirche sind die größten Heuchler gegenüber allen Menschen,die heute noch nach dem Glaubensbekenntnis des Christlichen Glaubens ihre Freiheit genießen.Anscheinend hat sich in den kirchlichen Kreisen noch nicht herumgesprochen,was uns das Grundgesetz im Artikel 3 besagt,dass alle Menschen gleich sind und niemand ausgegrenzt werden kann,dass jeder nach seiner Fason glücklich werden kann und niemand wegen seines Geschlechts,seiner Abstammung,seiner Rasse,seiner Sprache,seiner Heimat und Herkunft,seines Glaubens,seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Punkt. So steht es in unserem seit 1949 geltenden Grundgesetz. Und was machen diese abgehobenen "Himmelskomiker" der Kirchen, sie verurteilen,sie grenzen Menschen aus, die eben eine andere politische Richtung unterstützen und diese eben unterstützen.Aber das hatte schon früher bei den Kirchen ja Tradition. Um die Verfehlungen der katholischen Kirche in den letzten 2000 Jahren hier aufzuzählen,würde ein ganzen Band ausfüllen,die evangelische Kirche,die bekanntlich nach Martin Luther leben sollte,ist kein Deut besser. Dieser Martin Luther,der von Kaiser und Papst unter Mordandrohung auf dem Reichstag zu Worms ausgegrenz worden ist,wurde nur durch göttliche Vorhersehung von dieser Reichsacht gerettet. Undf was machen die beiden großen Kirchen in Deutschland heute? Sie denunzieren und grenzen Menschen aus,nur um dem politischen Moloch zu dienen.Das hat mit christlicher Nächstenliebe nichts zu tun. Beide Kirchen sollten deshalb den Ball sehr flach halten und lieber ihre Verfehlungen,ihre eigene Lügen,ihre sexuellen Schändigungen von Kindern,von Jugendlichen und Frauen über Jahrhunderte abarbeiten und in Sack und Asche herumlaufen. Legt endlich als Sünder eure purpurnen Roben ab,erinnert euch an die christliche Lehre eines Jesus Christus,der selbst den schlimmsten Verbrechern, die Buße tun und es ehrlich damit meinten,seine Gnade versprochen hatte. In beiden Kirchen vermisse ich eine solche Reue, beide können nur auf politische Gegner eindreschen und sind somit ein Werk des "Teufels". Jeder Geistliche sollte sich diese Worte in sein Stammbuch schreiben.