Geheimhaltung erfolglos: „Freie Sachsen“ enttarnen US-Raketenfabrik
Leipzig. Am 5. Oktober eröffnete das US-Rüstungsunternehmen Covenant im Norden von Leipzig offiziell eine Produktionsstätte (wir berichteten). In der Messestadt soll künftig der Marschflugkörper „Anthem“ montiert werden. Allein im ersten Jahr sind rund 1.000 Flugkörper geplant, ab 2028 bis zu 5.000 Stück jährlich. Damit soll Leipzig zum weltweit größten Produktionsstandort des Unternehmens werden.
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Bei „Anthem“ handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Drohne, sondern um einen weitreichenden Marschflugkörper für sogenannte „Deep-Strike“-Einsätze. Er soll mehr als 1.000 Kilometer weit fliegen und einen Gefechtskopf von bis zu 200 Kilogramm tragen können.
Die Geheimhaltung des Produktionsstandorts – um öffentliche Proteste zu vermeiden – gelang nicht lange. Die „Freien Sachsen“ konnten die Örtlichkeit bereits einen Tag nach der Eröffnung in Erfahrung bringen und machten sie publik. Die Raketenschmiede befindet sich an der Alten Seehausener Straße 1, direkt neben dem BMW-Werk und nur wenige hundert Meter vom nächsten Wohngebiet entfernt. Hier will Covenant künftig Raketen für die Ukraine produzieren.
Die „Freien Sachsen“ mobilisieren nun die Öffentlichkeit. Sie argumentieren, die Fabrik könnte im militärischen Konfliktfall zum Ziel russischer Raketen werden, und fordern: „Frieden mit Rußland statt US-Raketen für die Ukraine und Israel!“
Bild von Dice Me auf Pixabay
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