Dank explodierender Staatsausgaben: Staatsquote erreicht neuen Höchststand
Berlin. Der Staat beansprucht einen immer größeren Anteil der Wirtschaftsleistung. Nach internen Berechnungen des Bundesfinanzministeriums unter Lars Klingbeil (SPD) soll die Staatsquote 2026 bei 52 Prozent liegen und im kommenden Jahr sogar auf 52,4 Prozent steigen. Damit würde sie den bisherigen Höchststand der Corona-Jahre übertreffen.
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Bislang hatte das Finanzministerium für 2026 lediglich 51,4 Prozent und für 2027 rund 51,5 Prozent erwartet. In den Corona-Jahren 2020 und 2021 hatte die Ausgabenquote nach Angaben des Ministeriums und des Statistischen Bundesamtes 51,1 beziehungsweise 50,7 Prozent erreicht. Damals trieben Kurzarbeit, staatliche Hilfsprogramme und höhere Gesundheitsausgaben die Staatsausgaben nach oben.
Für die neuerliche Rekordhöhe werden vor allem wachsende Sozialausgaben, höhere Personalkosten und Subventionen genannt. Auch eine schwache Konjunktur kann die Quote erhöhen: steigt das Bruttoinlandsprodukt langsamer, wächst der staatliche Ausgabenanteil rechnerisch entsprechend.
Die Staatsquote setzt die gesamten Ausgaben von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen ins Verhältnis zur Wirtschaftsleistung des Landes. Erfaßt werden unter anderem Sozialleistungen, Personalausgaben und öffentliche Investitionen. (se)
Bildquelle: Bild von Jörn Heller (tvjoern) auf Pixabay/gemeinfrei
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