Britischer Kolumnist rechnet mit Merkel ab: „Die wahre Extremistin unserer Zeit“
Berlin. Während Ex-Kanzlerin Angela Merkel hierzulande gerade einen Popularitäts-Hype erlebt, hat man im Ausland nichts vergessen – nicht ihre „Energiewende“, die Deutschland und Europa bis heute belastet, und erst recht nicht die Grenzöffnung, in deren Folge nach 2015 rund 1,5 Millionen Illegale nach Europa gelangten.
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Fünf Jahre nach Merkels Ausscheiden aus dem Kanzleramt zieht der britische „Times“-Kolumnist Matthew Syed eine vernichtende Bilanz ihrer Regierungszeit. In einem Beitrag unter der Überschrift „Angela Merkel war die wahre Extremistin unserer Zeit“ führt er die heutige politische Polarisierung Europas auf Entscheidungen früherer Regierungen zurück. Die verhängnisvolle Migrationspolitik Merkels steht dabei an erster Stelle.
Syed wirft ihr vor, die möglichen Folgen ihrer Entscheidungen gekannt und dennoch an ihrem Kurs festgehalten zu haben. Zwischen 2015 und 2021 wurden in Deutschland rund 1,92 Millionen Asylerstanträge gestellt. Die Folgen waren explodierende staatliche Ausgaben, Belastungen für Schulen und Wohnungsmarkt sowie wachsende gesellschaftliche Spannungen. Auch Syed verschließt die Augen nicht vor der explodierenden Ausländerkriminalität, die seit 2015 Schlagzeilen und Polizeistatistiken beherrscht – die Kölner Silvesternacht 2015 war nur ein erster trauriger Höhepunkt.
Nach seiner Auffassung stellte Merkel ihre eigenen moralischen Überzeugungen über die Interessen ihrer Wähler. Er ordnet sie einer Generation „hyperliberaler“ Politiker zu, zu der er auch David Cameron, Boris Johnson, Justin Trudeau, François Hollande, Emmanuel Macron und Ursula von der Leyen zählt. Doch in Merkel sieht er die „wahre Extremistin unserer Zeit“.
Ausgangspunkt seines Beitrags ist eine aktuelle Äußerung Jürgen Klopps zum deutschen Nationalstolz – der künftige Nationaltrainer hatte jüngst erklärt, die „Deutschlandfahne zurückholen“ zu wollen. Syed widerspricht der Vorstellung, der Aufstieg der AfD lasse sich allein aus deren eigener Politik erklären. Am Ende bezeichnet er Merkel als „womöglich die schlechteste moderne westliche Regierungschefin“ überhaupt und sieht einen unmittelbaren Zusammenhang mit dem späteren Erfolg rechter Parteien. (rk)
Bildquelle: Pixabay/Gemeinfrei
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