BMW kuscht vor der political correctness: Kein Dienstwagen für die AfD
München/Magdeburg. Nicht nur die Altparteien, die Kirchen und alle sogenannten „gesellschaftlich relevanten Gruppen“ sind faktisch längst gleichgeschaltet; auch viele Privatfirmen möchten „dazugehören“ und hetzen deshalb pflichtschuldigst gegen die einzige Oppositionspartei, die AfD.
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Deren gerade erst gewählter Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt, Tobias Rausch, muß sich jetzt in seinem neuen Amt einen neuen Leasing-Partner suchen. Denn BMW hat seinen bisherigen Dienstwagen-Vertrag gekündigt und ein bereits vorliegendes Angebot wieder zurückgezogen.
Der politische Hintergrund des Manövers ist naheliegend. In einem offenen Brief an die BMW-Konzernspitze kritisiert Rausch deshalb, daß die Absage nur wenige Stunden nach seiner Wahl erfolgt sei. BMW habe bislang sei nicht erklärt, weshalb man seine Haltung geändert habe. Sollte seine Parteizugehörigkeit ausschlaggebend gewesen sein, wäre das inakzeptabel, schreibt Rausch und fragt: „Soll künftig die politische Überzeugung eines Menschen darüber entscheiden, ob ein deutsches Unternehmen mit ihm Geschäftsbeziehungen unterhält?“ Er habe die Nachricht aus München mit „großer Verwunderung und persönlicher Enttäuschung“ aufgenommen.
Der Fall betrifft ein Fahrzeug, das nicht wie die meisten Autos des Landesparlaments von verschiedenen Nutzern gefahren wird, sondern dem Präsidenten persönlich zugeordnet ist. Der übrige Fuhrpark von Landtag und Landesregierung besteht ebenfalls überwiegend aus BMW-Modellen. Die Fahrzeuge werden üblicherweise gemeinsam genutzt.
BMW selbst schweigt sich aus. Rausch appellierte unterdessen an BMW-Händler in Sachsen-Anhalt und anderen Bundesländern, bei der Konzernzentrale für die Gleichbehandlung von Kunden und politische Offenheit einzutreten. Die Unternehmensführung trage mit ihrem Vorgehen dazu bei, die gesellschaftliche Spaltung zu vertiefen, wirft er den Münchner Autobauern vor.
Auf der Suche nach einem Dienstwagen für den neuen Landtagspräsidenten hat sich die AfD inzwischen an Tesla-Gründer Elon Musk gewandt. Die Vizechefin der Bundestagsfraktion, Beatrix von Storch, fragte auf X bei Musk an, ob sein Unternehmen bereit wäre, einen Dienstwagen zur Verfügung zu stellen. Der Tech-Unternehmer hatte in der Vergangenheit mehrfach Sympathien für die AfD erkennen lassen. Nach dem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt gratulierte er der AfD öffentlich. (rk)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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