Bewegung in Magdeburg: AfD und BSW auf Annäherungskurs

Bewegung in Magdeburg: AfD und BSW auf Annäherungskurs
Foto: Symbolbild

Magdeburg. In Sachsen-Anhalt bleibt es nach dem AfD-Wahlsieg am 6. September spannend. Für die absolute Mehrheit reichen den „Blauen“ ihre 39 von 83 Landtagssitzen nicht. Damit kommt dem BSW mit fünf Abgeordneten eine besondere Rolle zu. Im Gegensatz zu den Altparteien will sich das BSW Gespräche bislang offenhalten.

  Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<

BSW-Spitzenkandidat Thomas Schulze erklärte, man spreche „mit allen Parteien“. Zwischen beiden Seiten gebe es bereits politische Schnittmengen, unter anderem bei den Sanktionen gegen Rußland und in der Energiepolitik. Ob das BSW eine von AfD-Landeschef Ulrich Siegmund geführte Regierung aktiv unterstützen würde, ist bislang noch offen. Eine Koalition lehnt die BSW-Führung weiterhin ab.

Eine erste praktische Zusammenarbeit zeichnet sich jedoch für die Konstituierung des Landtages ab. Für den 6. Oktober ist die konstituierende Sitzung vorgesehen. Tobias Rausch, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion, wird für das Amt des Landtagspräsidenten gehandelt. „Ich stehe für dieses Amt zur Verfügung, wenn meine Fraktion dem zustimmt“, sagte Rausch der „Volksstimme“. Das BSW hat angekündigt, den AfD-Kandidaten zu wählen. Im Gegenzug könnte ein BSW-Abgeordneter einen Vizepräsidentenposten erhalten.

Auch in Sachfragen suchen beide Fraktionen nach gemeinsamen Positionen – und finden sie auch. Einigkeit besteht demnach über einen Untersuchungsausschuß zur Aufarbeitung staatlicher Maßnahmen während der Corona-„Pandemie“. Gespräche gibt es zudem über die künftige Struktur des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Die AfD hatte im Wahlkampf angekündigt, die Rundfunkstaatsverträge zu kündigen und ein neues öffentlich-rechtliches Angebot aufzubauen. Das BSW will zunächst prüfen lassen, ob und in welcher Form der MDR umgebaut werden kann.

Bei alledem könnte das BSW der AfD bei Abstimmungen entscheidende Stimmen liefern, ohne selbst einer gemeinsamen Landesregierung anzugehören. Auch bei der Ministerpräsidentenwahl könnte diese Konstellation zum Tragen kommen. Die AfD benötigt für eine Wahl Siegmunds Unterstützung außerhalb der eigenen Fraktion. (se)

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Kommentare 0

Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

Kommentar schreiben

Keine Anmeldung nötig. Ihr Kommentar wird nach Prüfung durch die Redaktion freigeschaltet. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Newsletter

Bleiben Sie ZUERST! informiert

Neue Ausgaben, Hintergründe und Angebote – direkt in Ihr Postfach. Kostenlos und jederzeit abbestellbar.