Auch im Baskenland: Ausländer überdurchschnittlich häufig kriminell
Bilbao/San Sebastián/Vitoria. Im spanischen Baskenland dasselbe Bild wie fast überall in Europa: Ausländer sind in den Kriminalstatistiken erheblich überrepräsentiert – vor allem, was Sexualstraftaten angeht.
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Von insgesamt 5.050 festgenommenen Personen im ersten Halbjahr 2026 wurden laut Polizeiangaben 2.963 außerhalb Spaniens geboren. Das entspricht 58,7 Prozent. Bei einzelnen Delikten liegt der Anteil sogar noch deutlich höher.
Bei Straftaten gegen die sexuelle Freiheit registrierte die Ertzaintza, die baskische Polizei, 107 Festnahmen, davon 79 von im Ausland Geborenen – ein Anteil von 73,8 Prozent. Bei sexuellen Übergriffen waren es 71 von 93 Fällen. Noch höher liegt der Anteil bei Diebstählen: 222 der 279 Festgenommenen, also 79,6 Prozent, waren Ausländer. Bei Raub mit Gewalt oder Einschüchterung waren es 253 von 326 Personen beziehungsweise 77,6 Prozent.
Auch bei Tötungsdelikten und versuchten Tötungen entfielen 22 von 30 Festnahmen auf Ausländer. Das entspricht 73,3 Prozent. Bei Körperverletzung lag ihr Anteil bei 583 von 951 Festnahmen und damit bei 61,3 Prozent.
Auch was die Herkunftsländer der Festgenommenen angeht, spricht die Statistik eine deutliche Sprache. Besonders häufig tauchen Maghrebiner auf – 1507 von insgesamt 5.050 Festgenommenen. Bei Raub mit Gewalt oder Einschüchterung waren es 215 von 326 Personen. Bei sexuellen Übergriffen stammten 22 der 93 Festgenommenen aus dieser Region.
Wie auch in anderen Ländern sind ausländische Straftäter im Baskenland gegenüber ihrem Anteil an der Bevölkerung erheblich überrepräsentiert. Nach Angaben des baskischen Statistikamtes Eustat stammten Anfang 2025 rund 14 Prozent der Bevölkerung von außerhalb Spaniens. Demgegenüber betrug der Anteil an sämtlichen Festnahmen im ersten Halbjahr 2026 stattliche 58,7 Prozent. Bei Sexualdelikten waren es 73,8 Prozent, bei Raub 77,6 Prozent.
Die Veröffentlichung der ethnischen Zugehörigkeit ist neu. Erst Ende 2025 änderte die baskische Regierung ihre bisherige Praxis. Vorausgegangen waren parlamentarische Auseinandersetzungen über die Veröffentlichung der Herkunftsdaten. (mü)
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