Absurdistan Klassenzimmer: Schüler sollen Lehrerin im Deutschunterricht helfen
Melk. Zumindest die Lehrer sollten die deutsche Sprache beherrschen, wenn schon die Schüler zu immer größeren Teilen Zugewanderte sind. Aber nicht überall ist das der Fall. An einer Mittelschule im niederösterreichischen Mostviertel sorgt eine neue Deutschlehrerin für Beschwerden. Eltern werfen ihr vor, die Artikel „der, die, das“ selbst nicht korrekt zu verwenden. Schlimmer noch: ihr Akzent soll so stark sein, daß Schüler Teile des Unterrichts nur schwer verstehen.
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Brisant ist der Fall, weil die Pädagogin ausgerechnet Deutsch auf dem Leistungsniveau „Standard AHS“ unterrichtet. Ein Vater berichtet, seine Tochter habe zu Hause von den Fehlern erzählt. Aus seiner Sicht müßten Kinder gerade im Deutschunterricht sprachlich von ihrer Lehrkraft lernen können.
Für zusätzlichen Ärger sorgt eine angebliche Empfehlung der Schule: die Schüler könnten der Lehrerin bei der richtigen Verwendung der Artikel ja helfen. Die FPÖ spricht von „Absurdistan“. Bildungssprecher Helmut Fiedler fragt, weshalb elfjährige Kinder ihrer Deutschlehrerin bei den sprachlichen Grundlagen unter die Arme greifen sollten. Bundes-Bildungssprecher Hermann Brückl bezeichnet den Vorgang als „Bankrotterklärung unseres Bildungssystems“. (rk)
Bildquelle: Pixabay
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