Rund um den Erfurter AfD-Parteitag: Linke attackieren Journalisten
Erfurt. Selbsternannte Demokratiehüter ließen nicht nur im Vorfeld, sondern auch am Rande des Erfurter AfD-Parteitags selbst alle Masken fallen. Ihr Haß richtete sich diesmal nicht nur gegen die Partei selbst, sondern auch gegen Journalisten, die von der Mainstream-Linie abweichen. Gleich mehrere Pressevertreter wurden in Erfurt attackiert. Der Mob verfolgte drei Mitarbeiter des unabhängigen Portals „Apollo News“, riß sie nieder und trat auf sie ein. Ein Kollege der Wochenzeitung „Jungen Freiheit“ wurde mit der Faust im Gesicht getroffen, sein Mobiltelefon wurde ihm entrissen. Die umstehende Menge jubelte, niemand half.
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Das Muster beobachten Sicherheitsexperten schon seit geraumer Zeit. In Antifa-Kreisen wächst die Bereitschaft, Andersdenkende mit physischer Gewalt zu bekämpfen. So dachte die Ex-Chefin der Grünen Jugend, Jette Nietzard, schon letztes Jahr laut darüber nach, ob man im Falle einer AfD-Regierung womöglich werde „zu den Waffen greifen“ müssen.
Auch im Vorfeld des Erfurter Parteitags gab es Warnsignale. Berliner Linksextremisten hatten vor Wochen gegen Redaktionsräume von „Nius“ und „Apollo News“ mobil gemacht und deren Vertreibung aus dem Stadtteil gefordert. Das linksaktivistische „Zentrum für Politische Schönheit“ griff die „Zeit“-Redakteurin Mariam Lau an, nachdem diese die Übergriffe als politisch motivierte Gewalt gegen Presseangehörige benannt hatte. Die Gruppe unterstellte ihr, rechtsextreme Narrative zu bedienen, und verbreitete die falsche Behauptung, beide Medien tauchten im Verfassungsschutzbericht auf.
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Aber auch die öffentlich-rechtlichen Sender, die sich ansonsten als engagierte Verteidiger der Demokratie darstellen, behandelten die Übergriffe von Erfurt äußerst stiefmütterlich. Die „Tagesschau“ widmete den Attacken einen knappen Satz, im ZDF-„heute journal“ blieben sie völlig unerwähnt.
Auch das Protestbündnis „Widersetzen“, das die Blockade des Parteitages organisierte, verweigerte in seiner Nachbetrachtung am Sonntag jede Distanzierung von der Gewalt. Ein Sprecher gab zu Protokoll: „Faschisten mit einem Presseausweis sind immer noch Faschisten. Sie sind auf unseren Aktionen nicht willkommen.“ Die anwesenden „Apollo“-Journalisten mußten die Pressekonferenz verlassen.
Keine der unterstützenden Gruppen – darunter Jusos, Grüne Jugend, Linksjugend, Fridays for Future oder Omas gegen Rechts – hat die Angriffe öffentlich mißbilligt. Ein fragwürdiges Demokratieverständnis. (rk)
Bild: Pixabay/gemeinfrei
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