Washington/Brüssel. Die explodierenden Benzinpreise setzen US-Präsident Donald Trump innenpolitisch massiv unter Druck. In Washington kursiert deshalb inzwischen ein drastisches Szenario: die USA könnten ihre Ausfuhren von Rohöl und Erdölprodukten einschränken oder sogar ganz stoppen. Besonders hart träfe dies die Europäische Union – was eine bitterböse Ironie der Geschichte wäre, wandten sich die Europäer doch nach ihrem Boykott aller russischen Energieimporte unisono den USA als neuem Hauptlieferanten zu. Das könnte sich jetzt rächen.
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
Auslöser der Krise ist die Eskalation im Konflikt mit dem Iran. Die Folgen spüren vor allem Trumps Wähler aus der amerikanischen Arbeiterklasse an den Zapfsäulen. Die Inflation zieht wieder an, die Spritpreise nähern sich den Rekordständen aus der Biden-Zeit. Die Regierung versucht bereits gegenzusteuern. Strategische Ölreserven werden freigegeben, Sanktionen gegen Rußland und Venezuela teilweise gelockert. Über eine zeitweise Aussetzung der Bundes-Benzinsteuer wurde diskutiert, umgesetzt wurde sie bislang nicht. Die Straße von Hormuz will – oder besser: kann – Trump jedoch weiterhin nicht öffnen.
Auch CNN sieht das Weiße Haus in einer Sackgasse. „Es gibt kaum etwas, was die Regierung noch tun kann“, sagte Jan Stuart von der Investmentbank Piper Sandler. Der Energieexperte erwartet im kommenden Quartal einen durchschnittlichen Brent-Ölpreis von 130 Dollar je Barrel. Auch 2027 dürfte Öl teuer bleiben.
Die in Rußland lebende frühere österreichische Außenministerin Karin Kneissl hält deshalb einen drastischen Schritt für denkbar: „Trump muß einen Ausweg aus der hohen Benzinpreiskrise finden, bevor in den USA die Reisezeit beginnt. Eine radikale, aber wahrscheinlich wirksame Maßnahme wäre: ein Verbot aller US-Ölexporte.“
Abonniere jetzt:
>> Die starke Stimme für deutsche Interessen <<
CNN berichtet bereits über Diskussionen zur sogenannten „nuklearen Option“. Ein Exportstopp könnte die amerikanischen Benzinpreise kurzfristig senken, zugleich aber die Weltmärkte erschüttern. Raffinerien würden ihre Produktion zurückfahren, texanische Ölkonzerne gerieten unter Druck, die globalen Preise könnten weiter steigen.
Für Europa wäre das ein schwerer Schlag. Die USA decken inzwischen rund 15 Prozent der Ölimporte der EU ab und sind seit 2022 ihr wichtigster Lieferant – eine strategische Fehlentscheidung der europäischen Politik von historischen Ausmaßen. (mü)
Bild: Pixabay/Gemeinfrei
Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!
Folgen Sie ZUERST! auch auf Telegram: https://t.me/s/deutschesnachrichtenmagazin
So sieht Russlands Verzweiflung und Angst aus.
Aber die Zivilbevölkerung zu terrorisieren führte immer zu erbittertem Widerstand.
V. Putin hat verloren.