Linke: Uneinigkeit über Thematisierung der Euro-Krise im Wahlkampf

21. Mai 2013

(Foto: flickr/Fabian Bromann, CC BY 2.0)

Berlin. In der Linkspartei herrscht Uneinigkeit über den Umgang mit der Euro-Schuldenkrise im anstehenden Bundestagswahlkampf.

Der stellvertretende Vorsitzende der Linke-Fraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, warnte die Partei davor, das Ende des Euro zum Thema zu machen. „Wir sollten so eine Debatte nicht so kurz vor der Wahl führen“, sagte er der „Mitteldeutschen Zeitung“. „Was im Wahlprogramm dazu steht, reicht aus. Wir sollten uns um Brot- und Butter-Themen kümmern. Der Euro zählt nicht dazu.“ Seine Genossin Sahra Wagenknecht thematisierte dagegen erneut die Möglichkeit eines Euro-Ausstiegs. Es sei „ganz einfach legitim, vor dem Hintergrund einer sozialen und humanitären Katastrophe, in die die Krisenländer durch die Troika getrieben werden, über Notwehrmaßnahmen wie ein Schuldenmoratorium oder einen Euro-Ausstieg nachzudenken“, schrieb sie in einem Beitrag für die Tageszeitung „Neues Deutschland“. Zwar dürfe man „kein Land zum Ausstieg aus der Eurozone drängen, doch ebenso wenig sollte man Länder zum Verbleib in der Eurozone nötigen oder jene Kräfte, die für einen solchen Ausstieg plädieren, pauschal in die rechte Ecke stellen“, so Wagenknecht.

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