Griechenland – offenes Tor in die EU: Allein im Mai kamen über 13.000 „Flüchtlinge“

3. Juni 2019
Griechenland – offenes Tor in die EU: Allein im Mai kamen über 13.000 „Flüchtlinge“
International
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Athen. Griechenland bleibt ein offenes Einfallstor für die Zuwanderung nach Europa. Im Mai gab es einen deutlichen Anstieg der Zahl von Migranten, die aus der Türkei zu den griechischen Inseln übersetzten. Allein in der Zeit vom 19. bis zum 30. Mai konnten 1230 „Flüchtlinge“ ihren Fuß auf die griechischen Inseln setzen und damit auf EU-Territorium. „Die Zahl [der Migranten] ist zur Zeit ungewöhnlich hoch“, teilte ein Offizier der Küstenwache mit.

Zwischen 1. und 26. Mai kamen gar 13.606 Menschen in Griechenland an – 4313 auf dem Landweg, 9293 setzten aus der Türkei über, wie Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR und der griechischen Küstenwache dokumentieren. Zum Vergleich: im April waren 3020 Menschen aus der Türkei nach Griechenland gekommen, im Mai 2018 waren es 4734.

Wegen der erhöhten Ankünfte der vergangenen Tage sind die Registrierungslager für „Flüchtlinge“ (Hotspots) auf den Inseln Lesbos, Samos, Chios, Leros und Kos überfüllt. In diesen Hotspots harren derzeit gut 15.600 Migranten aus. Die Lager und andere Unterkünfte humanitärer Organisationen auf diesen Inseln können eigentlich nur knapp 9000 Menschen fassen. Um die Lage auf den Inseln zu entschärfen, bringt die Regierung in Athen immer wieder Menschen in Lager auf dem Festland. (mü)

Ein Kommentar

  1. Claus schreibt:

    Man muss einfach mal ein Zeichen setzen und die Schengen-Grenzen für diese Menschenmassen dicht machen. Die Türkei ist ein sicheres Herkunftsland und wenn wir denen keine Migranten mehr abnehmen, bzw. diese rigeros zurückschicken, werden die Türken auch im Süden dicht machen. Oder sie sollen eben ihre „Glaubensbrüder“ aufnehmen und gut ist.

    PS (nur so am Rande):
    Der Bombenleger von Lyon war im August 2017 mit einem 90 Tage gültigen Touristenvisum nach Frankreich gekommen. Zuletzt hatte er keine Aufenthaltsgenehmigung.
    Warum kontrolliert man nicht, ob solche Leute wieder ausgereist sind. Das ist doch heute zu Tage, wo man alles elektronisch erfassen und überwachen kann, ein Kinderspiel.

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