Die Sorgen der europäischen Rabbiner: Ein jüdisches Emoji muß her!

30. Mai 2019
Die Sorgen der europäischen Rabbiner: Ein jüdisches Emoji muß her!
International
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Juden in Europa fühlen sich nicht „angenommen“. Dem will die Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER) jetzt entgegenwirken und fordert deshalb ein jüdisches Emoji-Piktogramm in den sozialen Netzwerken. „Diese kleinen Symbole, diese kleine Aufmerksamkeit ist schon ein erstes Zeichen, daß wir angenommen sind und keine Fremdkörper“, sagte Gady Gronich, Stabschef des CER-Präsidenten, jetzt in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur.

„Manchmal fühlen wir uns mehr wie Fremdkörper in Europa“, beklagte Gronich. Die Rabbiner schlagen deshalb ein Emoji mit Kippa vor, ein Emoji mit Kopfbedeckung für jüdische Frauen und ein Torabuch-Symbol. Die Kippa, eine kleine kreisförmige Mütze, wird von jüdischen Männern als sichtbares Zeichen ihres Glaubens traditionell den ganzen Tag lang getragen.

„Auf diesem Weg wird die jüdische Religion auch ein Teil des täglichen Austausches unter Nutzern“, schreiben die Rabbiner in einem Brief an Unicode. Diese Organisation standardisiert die digitale Kommunikation. Jedes Schriftzeichen aus allen Sprachen der Welt bekommt von Unicode einen einzigartigen digitalen Code, damit es weltweit in gleicher Weise abgebildet werden kann. Zu den Zeichen gehören seit ein paar Jahren auch die sogenannten „Emojis“, kleine Gesichter und Handzeichen, die verschiedenste Stimmungslagen ausdrücken.

Die Rabbiner verweisen in dem Schreiben darauf, daß es mittlerweile auch ein Emoji mit einem von muslimischen Frauen getragenen Kopftuch gibt und einem Mann mit Turban. Bei Whatsapp gibt es als jüdische Symbole lediglich einen siebenarmigen Kerzenleuchter, eine Synagoge und den Davidstern. (mü)

 

Bildquelle: wikimedia/Zachi Evenor

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