Österreich: Kanzler kurz entläßt Innenminister Kickl – Alle FPÖ-Minister verlassen aus Protest die Regierung

20. Mai 2019
Österreich: Kanzler kurz entläßt Innenminister Kickl – Alle FPÖ-Minister verlassen aus Protest die Regierung
National
4

Wien. „In Österreich geht die Mitte-rechts-Koalition von ÖVP und FPÖ im Eklat auseinander. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) kündigte am Montagabend an, dem Bundespräsidenten die Entlassung von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) vorzuschlagen. Daraufhin kündigte die FPÖ den Rückzug auch ihrer übrigen Minister an“, so die F.A.Z.

Die Personalie Kickl stand dabei im Zentrum der weiteren Überlegungen von Kanzler Kurz. Doch Kickl konterte die Kritik. „Der Innenminister sagte am Montag, die ÖVP würde mit dieser Neuwahl-Bestrebung ihre ‚Machtbesoffenheit‘ zeigen. Die Regierung sei nicht daran zerbrochen, daß er als Innenminister zurücktreten sollte, sondern daran, daß die FPÖ das Innenministerium komplett verlieren solle“, heißt beim österreichischen „Kurier“.

Kurz kündigte indessen an, die scheidenden FPÖ-Minister kommissarisch durch Spitzenbeamte ersetzen zu wollen, bis Neuwahlen und Regierungsbildung abgeschlossen seien. (se)

 

4 Comments

  1. akizur schreibt:

    Kickl hat sich nichts zu Schulden kommen lassen. Warum wurde er entlassen?
    Grund: Weil er zu erfolgreich ist und in kurzer Zeit mehr erreichthat, als die ÖVP in Jahren nicht. Das macht Kurz neidisch.
    Strache hätte nicht zurücktreten sollen Er hat Österreich keinen Schaden zugefügt.
    Nur weil man ihm eine gemeine Falle gestellt hat? Er hätte ja sagen können:
    „Ich wusste es ja und habe nur so mitgespielt.“ Diesen Verbrechern gegenüber
    ist Ehrlichkeit nicht am Platz.
    Dass dieses Video erst jetzt kurz vor der Europawahl veröffentlicht wird, obwohl es schon 2017 aufgenommen wurde, beweist, dass das Ganze eine schmierige Angelegenheit ist.Und dass es der SPIEGEL tat, dieses Lügenblatt. Die sollten erst einmal vor ihrer eigenen Tür kehren.
    Und was verursachte der Strache jetzt mit seinem übereilten Rücktritt? Ein Chaos in Österreich, das dieses Land nicht verdient hat. Vor der Schlammschlacht beim kommenden Wahlkampf kann einem nur das Grausen kommen. Das schleimige Bubi Kurz ist zu allem fähig, da er mit allen Mitteln die alleinige Macht will.Er wird sich täuschen.

  2. bin Geladen schreibt:

    So reagieren eingeschnappte Kinder. Aber doch nicht verantwortungsvolle Minister

  3. Eidgenosse schreibt:

    Ich erinnere an die Vorsicht gegenüber Kurz, die hier immer wieder angesprochen wurde. Er war, ist und bleibt ein Plagiator, denn nur durch das Abkupfern des FPÖ-Programms konnte er an der FPÖ vorbeiziehen. Nun zeigt er sein wahres Gesicht. Es geht ihm nicht um Österreich, sonst hätte er die Koalition weitergeführt. Da gab es schon ganz andere Skandale in Österreich auch wenn das Verhalten und die Dummheit der beiden Monster-Charakter hat. Nun, Kurz hat wohl zu kurz gedacht und er erinnert mich immer mehr an den Yuppie von und zu Guttenberg – Plagiatoren sind sich irgendwie ähnlich.

  4. Bernd Sydow schreibt:

    Nicht selten lösen Skifahrer, die sich nicht an die Regeln halten, Lawinen aus. Dieses Skandalvideo mit Strache hat eine politische Lawine ausgelöst, die alles mitreißt, was auch nur im entferntesten rechts ist. Daß FPÖ-Innenminister Kickl ein Hardliner ist, ist allseits bekannt, aber mit diesem Video hat er rein gar nichts zu tun! Dennoch hat ÖVP-Kanzler Kurz ihn entlassen, obwohl er wußte, daß dies das Ende der ÖVP-FPÖ-Koalition sein würde.

    In der von linken Medien am Kochen gehaltenen öffentlichen Empörung über Straches unverständliches und unseliges Verhalten geht eine wesentliche Frage völlig unter:
    Weshalb wurde dieses Video vom Sommer 2017 nicht bereits vor der Nationalratswahl veröffentlicht, sondern erst jetzt eine Woche vor der EU-Wahl? Nun, die Antwort liegt auf der Hand: Seinerzeit wäre das eine innerösterreichische Angelegenheit geblieben, jetzt aber kann und tut das Linkskartell alle europäischen Patrioten und Rechtspopulisten in Mißkredit bringen. In hiesigen Talkrunden, Streitgesprächen und Interviews wird dermaßen auf die AfD verbal eingedroschen, daß man meinen könnte, nicht Strache sondern Meuthen hätte diese unseligen Äußerungen getan. Davon, daß eurorechte Parteien – insbesondere FPÖ und AfD – wegen der unverantwortlichen, bürgerfernen Asyl- und Zuwanderungspolitik der Altparteien-Regierungen einen Wahlsieg nach dem anderen erzielten, ist keine Rede mehr.

    Die negativen Auswirkungen dieser Politik auf die EU-europäischen Gesellschaften sind freilich für jedermann sichtbar. Bleibt zu hoffen, daß die EU-Bürgerinnen und -Bürger am Wahltag diesbezüglich die richtige Wahlentscheidung treffen!

Schreibe einen Kommentar zu bin Geladen Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.