Noch mehr „Regime changes“: Trump und Bolton kündigen Einmischung auch in Nicaragua an

22. Februar 2019
Noch mehr „Regime changes“: Trump und Bolton kündigen Einmischung auch in Nicaragua an
International
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Washington. Vor dem Hintergrund des derzeitigen Säbelrasselns im Konflikt um Venezuela werden unversehens die größeren Konturen des amerikanischen Spiels im traditionellen „Hinterhof“ der USA sichtbar. Jetzt hat der Nationale Sicherheitsberater der US-Regierung, John Bolton, verkündet, daß auch die Tage der Regierung von Nicaraguas Präsident Ortega gezählt seien. Das erklärte Bolton am Mittwoch in Washington.

Wörtlich twitterte Bolton: „Das Ortega-Regime hatte drei Anführer der Farmerbewegung zu 550 Jahren Haft verurteilt – wegen ihrer Rolle bei Protesten von 2018, als die Ortega-Polizei Medienberichten zufolge rund 300 Aktivisten getötet haben soll. Wie Präsident Trump am Montag gesagt hatte, wird das nicaraguanische Volk bald befreit sein.“

Am Montag hatte Trump vor Vertretern der venezolanischen Diaspora in den USA erklärt, daß Nicaragua ebenso wie Venezuela die Freiheit verdient habe. Später twitterte er, daß „in Lateinamerika ein neuer Tag anbricht, der Sozialismus stirbt sowie Freiheit, Gedeihen und Demokratie eine Wiedergeburt erleben“.

Auch in Nicaragua dauern derzeit Massenproteste an. (mü)

Ein Kommentar

  1. Hans schreibt:

    Die USA spielen geau nach den Schema:

    „Wenn du nicht tust was ich dir sage, dnn bist du mein böser Feind“
    Also das typische Herrenmenschen denken.

    Hat natürlich auch Vorteile für die regierenden Amis.
    – die gefügigen Vasallen wissen was ihnen blüht, sollten sie Unabhängigkeit fordern
    – man kann zu jeder Zeit einen neuen Feind aus dem Hut zaubern

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