Wahlparty bei www.zuerst.de am Super-Wahlsonntag ab 17 Uhr

13. März 2016
Wahlparty bei www.zuerst.de am Super-Wahlsonntag ab 17 Uhr
National
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Am Super-Wahlsonntag wird ZUERST! Sie exklusiv mit Zahlen und Berichten aus den drei Bundesländern versorgen. Die Wahlparty auf www.zuerst.de startet am Sonntag um 17 Uhr. Unsere Korrespondenten sind in Stuttgart, Magdeburg und Mainz direkt vor Ort, um aktuelle Bilder und Stimmungen einzufangen.

Worum geht es bei diesen Wahlen? Natürlich zuallererst um eine Abrechnung der Wähler mit der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel. Der Grad dieser Abrechnung wird sich in den Stimmergebnissen für die Regierungsparteien CDU und SPD zeigen, aber bei dieser Wahl auch vor allem im Abschneiden der AfD.

Die Ausgangsvoraussetzungen in den drei Bundesländern sind unterschiedlicher kaum denkbar.

 

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg erleben die Grünen einen Höhenflug, der ausschließlich der Beliebtheit des Grünen-Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zu verdanken ist. Der Altkommunist ist in die Maske des Biedermannes geschlüpft und spielt perfekt die Rolle des maßvollen Landesvaters. Die CDU hat mit dem blassen Guido Wolf anscheinend das letzte personelle Aufgebot ins Rennen geschickt. Die aktuellsten Umfragewerte vom 10. März (YouGov) sehen die Grünen mit 32% vor der CDU (30%). Die winzige Differenz dürfte darüber entscheiden, wer Ministerpräsident wird, denn wegen des schwachen Abschneidens der SPD wird es für eine rot-grüne Koalition nicht mehr reichen und wahrscheinlich zu einer grün-schwarzen Koalition kommen. Dabei wird die stärkere der beiden Parteien den Ministerpräsidenten stellen. Der spannendste Aspekt der Wahl ist die Frage, ob die AfD, die in den Umfragen schon länger bei 11 Prozent liegt, die SPD (12%)noch überholen wird und drittstärkste Partei wird.

Rheinland-Pfalz

Hier wurde die AfD in den Umfragen lange einstellig geschätzt, seit Donnerstag verbreitet das Umfrageinstitut YouGov als neue Prognose 11%. Wenn dieses Ergebnis wirklich erzielt wird, hat das eine starke psychologische Wirkung: Die AfD wäre dann zweistellig auch in Westdeutschland angekommen. In Rheinland-Pfalz liefern sich CDU (36%) und SPD (35%) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Frage wird darüber entscheiden, ob Marie-Luise Dreyer Ministerpräsidentin bleibt oder von Julia Klöckner abgelöst wird. Die Grünen zeigen hier mit 6% ihre tatsächliche aktuelle Bedeutung.

Sachsen-Anhalt

Hier schickt sich die AfD an, ein Sensationsergebnis zu erzielen. Die Umfragen zeigen sie derzeit zwischen 18 und 19% und damit vor der SPD mit 15 bis 17%. Der AfD-Spitzenkandidat Andre Poggenburg hat selber die Parole ausgegeben, die 20-Prozent-Hürde knacken zu wollen. Wenn das gelingt, besteht die Möglichkeit, daß die AfD auch die Partei Die Linke, die inzwischen bis auf 20% gesunken ist, noch zu überflügeln und zweitstärkste Partei hinter der CDU (30%) zu werden. Spannend wird zudem, ob Grüne und FDP hier überhaupt die 5%-Hürde schaffen.

 

Spektakulär ist zudem, daß erstmals bei Wahlen in Deutschland eine systematische Beobachtung der Auszählungen durch unabhängige Wahlbeobachter stattfinden wird. Dazu haben diverse Wahlmanipulationen Anlaß gegeben: In Bremen mußte nach einer gerichtlich erzwungenen Neuauszählung der Stimmen die SPD ein Abgeordnetenmandat an die AfD abgeben. Es wird auch von Interesse sein, welche Eindrücke die Wahlbeobachter zu melden haben.

Wir freuen uns mit Ihnen auf einen spannenden Wahlabend und hoffen, daß Sie am Sonntag bei unserer Wahlparty auf www.zuerst.de dabei sein werden.

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2 Comments

  1. Notans schreibt:

    Ich war gerade wählen. Hätte auch mit der Wahlbenachrichtigung eines Nachbarn hingehen können. Ausweis oder Pass wollte niemand sehen. Auf Nachfrage bekam ich die Antwort, es wird nur Wahlbenachrichtigung mit der Liste verglichen.

  2. Pingback: Wahlparty bei www.zuerst.de am Super-Wahlsonntag ab 17 Uhr – Analyse + Aktion

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