Indizierungsantrag gescheitert: Frei.Wild erzielt Sieg gegen SPD-Politikerin

10. Februar 2014

Foto: Frei.Wild

Bonn. Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat einen Antrag der thüringischen Sozialministerin Heike Taubert (SPD) abgelehnt, ein Lied der Südtiroler Band Frei.Wild auf den Index zu setzen.

Die SPD-Politikerin hatte ihren Antrag damit begründet, daß das auf dem Album „Eines Tages“ enthaltene Lied „Rache muß sein“ zu Gewalttätigkeit anreize und Selbstjustiz propagiere. Zwar folgte das 12-köpfige Gremium dieser Einschätzung, sah allerdings den künstlerischen Kontext des Albums, der ansonsten als gewaltfrei und zum Teil explizit gewaltkritisch aufgefaßt wurde, als geeignet an, die jugendgefährdende Wirkung, die von dem einzelnen Lied ausgehen kann, nachhaltig zu relativieren. Das Album dürfe daher weiterhin ohne jugendschutzrechtliche Beschränkungen verbreitet werden.

Frei.Wild steht seit Jahren im Fokus linker Kritiker, die der Band aufgrund der in ihren Liedern besungenen Heimatliebe „Rechtsextremismus“ vorwerfen. Im März 2013 wurde Frei.Wild von der Verleihung des Musikpreises ECHO wieder ausgeladen. Grund dafür war der Druck, den die antideutschen Bands Kraftklub und MIA. auf die Veranstalter ausgeübt hatten.

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