Neuer Krisenherd an der „Flüchtlings“-Front: Athen will Asylverfahren beschleunigen

23. August 2019
Neuer Krisenherd an der „Flüchtlings“-Front: Athen will Asylverfahren beschleunigen
International
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Athen. Angesichts des erneuten Anstiegs des Illegalen-Zustroms aus der Türkei hat die griechische Regierung angekündigt, die Bearbeitung von Asylanträgen zu beschleunigen. Griechenland werde seine Asylpolitik ändern und die administrativen Prozeduren vereinfachen, um die Entscheidungen zu beschleunigen, sagte Regierungschef Kyriakos Mitsotakis jetzt der französischen Zeitung „Le Figaro“ am Donnerstag.

Wer Asyl erhalte, werde in Griechenland bleiben können, während alle, die kein Anrecht darauf hätten, gemäß dem EU-Flüchtlingsdeal mit der Türkei dorthin zurückkehren müßten, sagte Mitsotakis.

Auf den griechischen Ägäis-Inseln sitzen Zehntausende von Illegalen oft monatelang fest, bevor über ihre Asylanträge entschieden wird. Laut den griechischen Behörden liegen die langen Wartezeiten an der hohen Zahl der Anträge sowie den Einsprüchen, die die Migranten gegen die Ablehnung ihrer Anträge einlegen. Laut dem für die Migrationspolitik zuständigen Minister Giorgos Koumoutsakos befinden sich derzeit mehr als 20.000 Flüchtlinge auf den fünf Ägäis-Inseln.

Wie der Minister kürzlich sagte, stieg die Zahl der Neuankömmlinge auf den Inseln vor der türkischen Küste in den vergangenen Wochen um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Auf Lesbos habe sie sich sogar um 44 Prozent erhöht. (mü)

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