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Ex-Luftwaffen-Generalleutnant kandidiert zur OB-Wahl in Hannover für die AfD: Merkel betreibt „antideutsche“ Politik

Hannover. Der ehemalige Drei-Sterne-General Joachim Wundrak kandidiert bei der Oberbürgermeisterwahl in Hannover am 27. Oktober für die AfD. Er wirft Bundeskanzlerin Merkel eine „antideutsche“ Politik vor, die darauf abziele, Deutschland zu „entstaatlichen“.

In einem Interview der „Neuen Zürcher Zeitung“ (NZZ) bestätigte er jetzt Befürchtungen, wie sie vor kurzem der CDU-Politiker Merz geäußert hatte, daß die AfD bei Polizei- und Bundeswehrangehörigen verstärkt punkten könnte. Wundrak: „Die AfD ist die einzige Partei, die die Bundeswehr uneingeschränkt unterstützt. Die Unterstützung der AfD dürfte in Polizeikreisen aber noch größer sein als unter den Soldaten.“

Im übrigen entspreche das derzeitige AfD-Parteiprogramm „im großen und ganzen“ dem CDU-Programm von 2003. Und. „Hört man sich die Reden der AfD im Bundestag an, dann muß ich sagen: Das ist die pure Vernunft.“

In den kommenden Jahren müsse die AfD eine „Volkspartei“ werden und die 10- oder 20-Prozent-Marke hinter sich lassen. „Dafür müssen wir aber auch eine große Klammer sein. Das Grundgesetz muß geachtet werden. Innerhalb der Partei soll ein politischer Streit stattfinden, aber nur mit Respekt und Anstand“, sagte Wundrak, der unter anderem in Bosnien-Herzegowina, Afghanistan und Großbritannien im Einsatz war und 2018 in Pension ging.

Außenpolitisch bekennt sich der Ex-Luftwaffen-Generalleutnant zur NATO, zu der es „keine Alternative“ gebe: „Fast alle unsere Nachbarn sind Mitglied. Deutschland kann nicht austreten, es wäre geopolitischer Schwachsinn. Auch von einem möglichen EU-Austritt Deutschlands hält Wundrak nichts – aber er sei „dafür, daß sich die Zusammenarbeit auf das Notwendige ohne Souveränitätsaufgabe beschränkt“.

Wundrak ist der bisher höchste ehemalige Bundeswehrsoldat, der Mitglied der AfD geworden ist. (se)